Folge scharfer Vorwürfe: Manchester United feuert Amorim

Folge scharfer Vorwürfe: Manchester United feuert Amorim

Der Premier-League-Rekordmeister Manchester United hat sich von Trainer Ruben Amorim getrennt. Der Klub machte dies am Montag öffentlich, einen Tag nachdem der 40-Jährige die Vereinsleitung heftig angegriffen hatte. "Da das Team derzeit den sechsten Platz belegt, hat die Führung mit schwerem Herzen festgestellt, dass eine Umstellung erforderlich ist", stand in der offiziellen Erklärung.

"So hat die Mannschaft die grössten Aussichten, in der Premier League so weit wie möglich nach oben zu klettern", ergänzte der Verein. Beim Auswärtsspiel gegen FC Burnley am Mittwoch übernimmt U18-Trainer Darren Fletcher die Verantwortung für das Team.

In 20 Ligapartien der Saison feierte United bloss acht Triumphe. Diese schwache Leistung war allerdings nicht der einzige Grund für den Abgang des Portugiers. Nach dem 1:1 gegen den Aufsteiger Leeds United am Sonntag sorgte Amorim bei der Pressekonferenz für reichlich Aufregung. Er sei zum Verein gekommen, um als Manager von Manchester United zu wirken, nicht bloss als Trainer, ereiferte er sich. Bereits vor dem Duell hatte er klargemacht, dass jeder seine Pflichten erfüllen müsse, andernfalls solle der Klub umgekrempelt werden, betonte Amorim. In der Vergangenheit soll es mehrmals zu Reibereien gekommen sein, unter anderem hatte er kürzlich die unzureichende Stärke seines Kaders bemängelt.

Der frühere Nationalspieler hatte den Traditionsverein erst im November 2024 übernommen, seine Premierensaison endete nach einer miserablen Kampagne auf Platz 15. Dazu kam die Pleite im Europa-League-Finale gegen Tottenham Hotspur. In der Reihe der Trainerwechsel seit dem Abschied der Klubikone Alex Ferguson im Jahr 2013 ist Amorim nun der siebte.