Fiasko bei Sporting: Bodøs Traum zerplatzt abrupt

Fiasko bei Sporting: Bodøs Traum zerplatzt abrupt

Das faszinierende Fußballabenteuer des großen Underdogs Bodø/Glimt ist unerwartet zu Ende gegangen. Der Kandidat aus dem fernen Norden hat im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Sporting Lissabon sein 3:0-Vorsprung mit einer 0:5-Niederlage (0:3, 0:1) nach Verlängerung eingebüßt und schied aus. Der portugiesische Meister wurde damit zum fünften Verein seit der Reform des Wettbewerbs 1992, der einen Rückstand von drei oder mehr Toren aufholte.

Unter heftigem Regenregen sorgten Gonçalo Inácio (34.), Pedro Gonçalves (61.), Luis Suárez (78., Elfmeter nach Handspiel), Maxi Araújo (92.) und Rafael Nel (120.+1) für den kaum erhofften Einzug ins Viertelfinale bei Sporting. In der Runde der letzten Acht wartet Lissabon auf Bayer Leverkusen oder den FC Arsenal (erstes Spiel 1:1). Die Begegnungen sind für den 7./8. und 14./15. April angesetzt.

Bodø startete mit einer Premier in der Champions League: Kein Team hatte je sechs Mal in Serie die gleiche Startelf aufgestellt. Sporting preschte sofort voran und erarbeitete sich viele starke Chancen.

Aus einem Eckball nickte Verteidigungsspitze Inácio zum 1:0. Der 24-Jährige löste mit seinem 29. Champions-League-Einsatz einen Vereinsrekord aus. Odin Bjørtuft (42.) ließ eine seltene Chance zum Gleichmachen verstreichen, sein Kopfball prallte zweimal an der Latte ab.

Gonçalves steigerte nach einem elegant vorbereiteten Angriff. Dem 3:0 voraus ging ein Handspiel von Fredrik Bjørkan. Sporting tobte wie entfesselt. Nuno Santos (83.) knallte ans Aluminium, bevor die Verlängerung den Sieg besiegelte.