FC Thun rundet Überraschung ab: Aufsteiger holt sich den Meistertitel

FC Thun rundet Überraschung ab: Aufsteiger holt sich den Meistertitel

Die Festivitäten wurden möglich durch die Unterstützung des FC Sion, der das auf Platz zwei liegende St. Gallen am Sonntag mit 3:0 besiegt hat. Einen Tag früher hatte der FC Thun die Chance, den Titel in der Schweizer Super League selbst zu sichern, diese aber verpasst und gegen den FC Basel mit 1:3 unterlegen.

Schon im Oktober hatte der Neuling unerwartet die Spitze der Tabelle erobert und hielt sich dort hartnäckig, trotz der viel höheren Budgets der etablierten Klubs Basel und BSC Young Boys.

Durch diesen beeindruckenden Meistertriumph folgt Thun beispielsweise Nottingham Forest von 1978 und dem 1. FC Kaiserslautern aus 1998, die als Aufsteiger ebenfalls den nationalen Pokal gewannen.

Wichtige Einnahmen

Es ist keineswegs übertrieben, von einem Wunder zu reden: Thun war ja erst im vergangenen Sommer nach fünf Jahren Pause in die Super League zurückgekehrt. Deshalb habe der Klub vor Saisonbeginn auch keine Prämien für den Meistertitel vereinbart, gestand Präsident Andres Gerber: "Wir hielten es schon für dreist, ein Ziel in den ersten Sechs anzustreben."

Der Mastermind hinter dem Erfolg ist Trainer Lustrinelli, der seit 2022 als Nachfolger von Urs Fischer (2013 bis 2015) das Team führt. Zu den Schlüsselfiguren zählen der Kapitän und Abwehrspieler Marco Bürki, Bruder des Ex-Dortmund-Torschiebers Roman Bürki, sowie Michael Heule. Die Zeitung Blick lobte den Verteidiger kürzlich mit den Worten "Torjäger-Talente wie Harry Kane und Sprintgeschwindigkeit wie bei Usain Bolt".

In den vergangenen Jahren plagten den Verein wiederholt Geldprobleme, die nun wohl bald vergehen könnten. Als Meister qualifiziert sich Thun für die zweite Runde der Champions League Vorrunde.