Fans toben über Rosenior-Wechsel: 'Schmach für Racing'

Fans toben über Rosenior-Wechsel: 'Schmach für Racing'

Der Abgang des Trainers Liam Rosenior von Racing Straßburg zum englischen Spitzenklub FC Chelsea hat die Diskussion um das Multi-Club-Ownership-Modell im Profifußball neu entfacht. Anhänger des französischen Erstligisten demonstrierten am Dienstag, da beide Vereine dieselbe Eigentümerstruktur teilen. Das US-Konsortium BlueCo besitzt die Mehrheitsanteile an Chelsea und Straßburg.

'Dieser Wechsel von Liam Rosenior stellt einen weiteren entwürdigenden Moment in der Unterordnung von Racing unter Chelsea dar', erklärte der Fanverband von Racing Straßburg in einer Stellungnahme. Ein Vertreter der führenden Ultra-Gruppe des Vereins, die die Proteste anführt, sagte auf AFP-Anfrage: 'Es ist klar, dass die Verantwortlichen in Straßburg kein Mitspracherecht mehr besitzen. Wir rufen die Verbände auf, dieses Modell zu beenden, das den Fußball in Frankreich ruiniert.'

Seit 2023 haben 15 Spieler den Weg zwischen Straßburg und den Blues genommen. In jenem Jahr hatte die BlueCo Group, angeführt vom US-Unternehmer Todd Boehly, Straßburg übernommen; Boehly ist seit Mai 2022 ebenfalls Miteigentümer von FC Chelsea. Rosenior wurde am Dienstag als Ersatz für Enzo Maresca bei den Blues präsentiert.

Im Multi-Club-Ownership-Modell hält ein und derselbe Eigentümer Beteiligungen oder die Kontrolle über mehrere Teams. Bekannte Fälle sind die City Football Group mit Manchester City oder Red Bull mit RB Leipzig als Flaggschiff. Gegner mahnen vor Konflikten der Interessen und Risiken für die sportliche Fairness.