Familiäre Gründe: Kampl verlässt Leipzig Ende Januar

Familiäre Gründe: Kampl verlässt Leipzig Ende Januar

Der Mittelfeldspieler Kevin Kampl wird den Bundesliga-Verein RB Leipzig zum Ende des Monats vorzeitig verlassen. Die Sachsen gaben am Samstag bekannt, dass sie sich mit dem 35-Jährigen auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt haben. Der Grund ist ein schwerer familiärer Verlust, aufgrund dessen Kampl kürzlich bereits pausiert hatte. Sein Abschied ist für das Heimspiel gegen den FC Bayern am 17. Januar geplant.

"In den letzten Monaten war es für meine Familie und mich sehr emotional und von tiefer Trauer überschattet. Der unerwartete Tod meines Bruders hat mir deutlich gezeigt, wie kostbar die Zeit ist und wie essenziell es ist, sie mit den Liebsten zu teilen", teilte Kampl in einer Nachricht an die Fans mit. Sein Bruder Seki war im Oktober im Alter von 51 Jahren plötzlich gestorben. 

"Nach all den Jahren habe ich erkannt, dass es Zeit ist, nach Hause zurückzukehren, besonders da es meinem Vater gesundheitlich nicht gut geht und ich mehr Zeit mit ihm verbringen will. Zeit, die man nicht zurückholen kann", schrieb Kampl. Er lässt die Tür für eine mögliche Rückkehr offen, "irgendwann irgendwo wieder auf dem Platz zu stehen, auch wenn das momentan total unwahrscheinlich wirkt". 

Kampl kam im Sommer 2017 von Bayer Leverkusen zu Leipzig und hat bisher 283 Pflichtspiele für den Club bestritten. Dabei erzielte er 13 Tore und gab 23 Assists. Mit RB holte er zweimal den DFB-Pokal (2022, 2023) und den Supercup (2023), außerdem erreichte er das Viertelfinale der Champions League. 

"Kevin hat diesen Klub während seiner Zeit hier stark geprägt. Er wurde in den Saisons zu einem der markanten Gesichter von RB Leipzig, war ein echter Leader auf und abseits des Platzes und hat durch seine starken und zuverlässigen Auftritte entscheidend zu den größten Erfolgen des Vereins beigetragen. Seine Wahl, jetzt alle Energien für die Familie zu nutzen, verdient höchsten Respekt und betont erneut seinen makellosen Charakter", erklärte RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer.