Explosiver Vorwurf: Southamptons Trainer Eckert soll bereits für DFB-Team spioniert haben

Explosiver Vorwurf: Southamptons Trainer Eckert soll bereits für DFB-Team spioniert haben

Die Zurückweisung des Einspruchs gegen die Disqualifikation aus dem Championship-Playoff-Finale diese Woche traf die Saints wie ein Schlag. Der Verein hatte widerwillig eingestanden, in drei Fällen das Training gegnerischer Teams ausspioniert zu haben: im Dezember gegen Oxford United, im April gegen Ipswich Town und kurz vor dem Hinspiel des Playoff-Halbfinales gegen Middlesbrough.

Laut Berichten gingen die Spionagebefehle direkt von Eckert aus – ein Trainer, der solche Praktiken scheinbar bereits öfter angewandt hat. Ein aktueller Tweet deutet darauf hin, dass der Deutsche schon mehrfach mit vergleichbaren Vorkommnissen in Verbindung gebracht wurde.

Eckert bei der WM 2014 für die DFB-Elf aktiv

So reichte Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps während der Weltmeisterschaft 2014 eine offizielle Beschwerde bei der FIFA ein, nachdem eine Drohne das Tricolore-Training gestört hatte. Damaliger Kapitän Hugo Lloris beschrieb das Objekt als "einen kleinen Helikopter", der die Session überwachte: "Das gibt Medien sicher Stoff. Wir hörten es zuerst, dann sahen wir es. Der Pilot war nicht auszumachen, vielleicht versteckte er sich hinter den Rängen. Es blieb nicht lange. Stoppen konnten wir es nicht, höchstens mit einem gezielten Schuss – aber aus der Distanz verdammt schwer."

Das Brisante: Eckert agierte bei diesem Turnier als Gegnerforscher für die deutsche Mannschaft, was den Verdacht nährt, dass der Drohnenflug auf sein Konto ging.

Nur ein Jahr später berichtete ESPN, dass der 1. FC Köln einen Späher ins Training des Hamburger SV entsandt hatte, um Erkenntnisse vor dem direkten Aufeinandertreffen zu sammeln. Der Spion fiel zunächst durch eifriges Notieren auf, bevor er sich unauffällig unter Journalisten mischte. Auch damals zählte Eckert zum Kölner Betreuerstab.

Für Southampton hat die Affäre schwerwiegende Konsequenzen: Der Klub wurde von den Playoffs ausgeschlossen und startet mit einem Abzug von vier Punkten in die Championship-Saison 2026/27. Ob dies alles langfristig von Eckert geplant war, bleibt juristisch unbelegt – doch die Indizien deuten darauf hin, dass solche Methoden seit Jahren zu seinem Repertoire gehören.