Europa League: Polizei evakuiert Gästebereich für Genk
In der Europa-League-Begegnung zwischen FC Utrecht und dem belgischen KRC Genk räumte die Polizei kurz vor Spielbeginn den Gästeblock. Laut Berichten niederländischer Medien und Videos im Internet kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Einige belgische Supporter griffen Einsatzkräfte mit Eisenstangen an und warfen umgeknickte Sitze. Die Beamten nutzten Pfefferspray und schoben die Fans mit Schilden vor sich her aus dem Bereich.
Das Spiel im Stadion Galgenwaard, das schliesslich ohne auswärtige Fans mit 2:0 für Genk (0:0) ausging, startete dadurch über 50 Minuten später. Eine grössere Gruppe Genk-Anhänger habe die Sicherheitsmassnahmen umgangen und sich zu den anderen Fans im Block gesellt, hiess es in einer Erklärung der Utrechter Bürgermeisterin. Dadurch wurden diese Personen weder kontrolliert noch durchsucht.
Es bestand somit die Gefahr, dass Personen ohne gültige Karten oder mit verbotenen Gegenständen wie Feuerwerk durchrutschen konnten, erklärte Sharon Dijksma den Medien. Aus diesem Grund liess die lokale Kommission den Block, der zu dem Zeitpunkt von etwa 300 Leuten belegt war, räumen.
Zunächst war geplant, die Fans nach einer Durchsuchung wieder einzulassen. Wegen der feindseligen Haltung einiger Zuschauer gegenüber der Polizei wurde jedoch entschieden, alle aus dem Stadion zu verbannen. Viele Genk-Supporter waren während der Vorfälle noch nicht einmal am Ort und wurden mit ihren Bussen vor dem Ziel umgeleitet.