Erweiterte VAR-Zuständigkeiten für Eckstöße und zweite Gelbe Karten

Erweiterte VAR-Zuständigkeiten für Eckstöße und zweite Gelbe Karten

Bereits während der Fußballweltmeisterschaft nächsten Jahres in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli könnte der Einfluss des Video-Assistenten ausgebaut werden. Auf der Versammlung des International Football Association Board in London am Dienstag haben die Verantwortlichen für die Regeln außerdem für diverse Anpassungen der Vorschriften plädiert, mit dem Ziel, den Ablauf des Spiels zu optimieren und Wartezeiten zu minimieren.

In Zukunft sollen die Video-Schiedsrichter auch Entscheidungen zu Eckstößen und die zweite Gelbkarte, die zu einem Platzverweis führt, prüfen dürfen. Aktuell beschränkt sich die Überprüfung auf Tore, Strafstöße, direkte Rote Karten und Fälle von Fehlidentifikationen bei Verweisen.

Weiterhin wurde ein Zeitlimit von zehn Sekunden für Spielerwechsel vorgeschlagen. Die bestehende Regel von acht Sekunden für Torhüter soll nun auf Einwürfe und Abstöße ausgeweitet werden. Zudem müssen Spieler, die auf dem Feld medizinisch versorgt werden, das Spielfeld verlassen und für eine bestimmte Dauer nicht wiederkommen.

Bezüglich der umstrittenen Abseitsregel hat das Gremium unter der Leitung des Walisers Noel Mooney beschlossen, mit Experimenten weiterzumachen. Es gab Berichte zu Fortschritten in der halbautomatisierten Abseitstechnologie, kurz SAOT genannt, und zum laufenden Test des Football Video Supports, FVS, der von der FIFA durchgeführt wird, so das Protokoll der Sitzung. Beide Systeme haben sich erfolgreich in FIFA-Veranstaltungen und diversen nationalen Ligen bewährt. Darüber hinaus befürworten die Experten den Einsatz von Körperkameras für Schiedsrichter.

Die Ideen erfordern die Zustimmung auf der Jahresversammlung des IFAB am 28. Februar in Wales. Änderungen der Regeln setzen eine Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen voraus.