Erschütterung im Bernabéu: Alonsos Absturz

Erschütterung im Bernabéu: Alonsos Absturz

Ein Erdbeben eine Bombe oder das Ende eines Albtraums so beschreibt man den dramatischen Absturz von Xabi Alonso bei Real Madrid der die europäische Fußballwelt aufwühlt. Der Baske hielt das Amt nur 232 Tage doch er war mit enormen Erwartungen im Sommer gestartet. Die spanische Publikation AS sprach von einer qualvollen Periode für nahezu alle Beteiligten.

Der Verein teilte mit dass der Abschied in gegenseitigem Einvernehmen erfolgte. Laut Marca hatte die Klubführung vorgeschlagen dass eine Trennung am besten wäre und Alonso das akzeptiert. Die Zeitung kritisierte den 44-Jährigen dafür dass er sein Versprechen von Rock n Roll Fußball nicht umgesetzt habe. Zudem habe dem Team meist der Schwung und die Vitalität gefehlt. In einem weiteren Beitrag warf Marca den Verantwortlichen vor eine goldene Gelegenheit mit Alonso achtlos verschenkt zu haben.

Internationale Beobachter betonten dass Alonso den Spielstil den er bei Bayer Leverkusen zum Double geführt hatte nicht in Madrid übertragen konnte. Auch ein angespanntes Verhältnis zu Teilen des Kaders wurde angesprochen. Die Entscheidung kam unerwartet nach der Clásico-Niederlage im Supercup gegen Barcelona mit 2:3 am Sonntagabend obwohl Real zuvor fünf Siege in Serie feierte.

Alonsos Weiteres rückte rasch ins Rampenlicht. Als freier Trainer treffe er auf einen dynamischen Markt schrieb die britische Sun. Manchester United suche einen Nachfolger und Manchester City könnte ihn wollen falls Pep Guardiola im Sommer geht. Am spannendsten wäre vielleicht eine Rückkehr zu Liverpool einem weiteren Ex-Klub was den Druck auf Arne Slot steigern würde so das Boulevardblatt.

In Madrid übernimmt Álvaro Arbeloa der zuletzt die Reserve trainierte. Der ehemalige Teamkollege von Alonso wird am Dienstag präsentiert und sitzt einen Tag später erstmals bei der Copa-del-Rey-Achtelfinalpartie gegen den Zweitligisten Albacete Balompié auf der Bank.