"Erfolge, die motivieren": Mainz gewinnt an Zuversicht

"Erfolge, die motivieren": Mainz gewinnt an Zuversicht

Als Heidenheim in der 60. Minute durch Stefan Schimmer zum 1:2 kam, wurde es für den FSV Mainz 05 richtig eng, und Kapitän Silvan Widmer dachte an unangenehme Momente zurück. "Das hat mir durch den Sinn geschossen, klar", gestand der 32-Jährige offen, und er bezog sich auf das 2:2 vom vergangenen Samstag gegen Union Berlin, wo die Mannschaft aus Mainz noch eine 2:0-Führung verspielt hatte.

Am Dienstagabend jedoch hielten die Mainzer den Vorsprung bis zum Schluss, und sie konnten den lang erhofften zweiten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga genießen, auf den sie seit Mitte September hatten warten müssen. Beim 2:1-Sieg (1:0) stieg der Tabellennachbar von Platz 18 ab, den Heidenheim nun einnimmt.

"Wir haben es verdient, Letzter zu sein, das war auch heute zu sehen", meinte Trainer Frank Schmidt bei Sky. "Solange wir diese Fehler nicht beheben, wird es extrem schwierig", fügte der enttäuschte Betreuer hinzu.

Bei Mainz sorgten die Tore von Widmer (30.) und Nadiem Amiri (49.) für große Erleichterung, denn es war der erste Heimsieg in der Bundesliga seit Februar vergangenen Jahres. Darüber hinaus blieb das Team unter dem neuen Trainer Urs Fischer in Pflichtspielen unbesiegt, und mit dem Schweizer gelang nun auch der erste Ligasieg.

"Solche Ergebnisse sind genau das, was man in dieser Lage braucht", erklärte der 59-Jährige. Zwar musste seine Elf wie am Wochenende wieder bangen, da es nicht klappte, "den Deckel draufzumachen". Nach der schweren Phase muss sich das Selbstvertrauen der Mannschaft aber neu aufbauen. "Das bekommt man nur zurück, wenn man Partien gewinnt", betonte Fischer. Ein wichtiger erster Fortschritt ist damit gemacht.