Enttäuschung bei VfB Stuttgart und Demirović: Es schmerzt enorm
Stuttgarts Top-Torschütze Ermedin Demirović war völlig verwirrt. Der VfB-Stürmer dachte bei dem turbulenten 3:3 (2:2) gegen den Abstiegskämpfer 1. FC Heidenheim, er habe zum 2:1 und 3:2 getroffen. Beide Treffer wurden jedoch nach Videoüberprüfung annulliert. Bereits am Donnerstag in der Europa League beim 4:1 gegen Celtic Glasgow hatte der 27-Jährige vergeblich gefeiert.
"Das ist kaum zu fassen, ich finde keine Worte dafür. Als Angreifer tut es extrem weh, wenn du drei Tore erzielst und keines davon gilt. Man traut sich fast nicht mehr zu jubeln", äußerte Demirović enttäuscht bei DAZN und ergänzte: "Es schmerzt wirklich. Aber wir müssen weitermachen. Was bleibt uns anderes übrig? Bald wird es wieder klappen."
Nicht nur bei Demirović war die Stimmung am Sonntagabend gedämpft. Das Unentschieden gegen den Tabellenletzten stellte für die ehrgeizigen Schwaben einen Rückschlag im Wettkampf um die Plätze in der Champions League dar. "Ein Match, wie ich es selten erlebt habe. Wir brauche Zeit, um das zu verarbeiten, da so viel passiert ist. Klar wollten wir siegen, deswegen sind wir über das Ergebnis verärgert", meinte Trainer Sebastian Hoeneß.
Trotzdem wollte er sein Team drei Tage nach der starken Leistung bei Celtic nicht kritisieren. Trotz des dichten Spielplans habe man in Heidenheim 125 Kilometer gelaufen, unterstrich Hoeneß, "und wir gewannen fast 60 Prozent der Duelle. Man darf sagen, wir haben das Spiel voll anpacken."
Zum Triumph hat es dennoch nicht gereicht. Deniz Undav sicherte erst in der 88. Minute den Ausgleich. Der Vorsprung des VfB auf Platz vier vor Leipzig bleibt bei zwei Punkten.
Für Heidenheim bleibt die Situation kritisch. Das Team von Frank Schmidt hat nach zehn Spielen ohne Erfolg immer noch sechs Punkte Abstand zum Relegationsrang. "In unserer Lage reicht der Punkt gerade so. Bei dieser Performance und diesem Spiel hätten wir drei Punkte gebraucht. Aber wir schauen, dass es nächste Woche klappt", sagte Schmidt.
Immerhin habe man gezeigt, so der erfahrene Trainer, "dass wir gegen einen starken Gegner mit unseren Mitteln mithalten können". Sein Team habe "Zuversicht bewiesen und sich nicht zurückgehalten. Das ist das Wichtigste. Damit müssen wir bis zum Ende kämpfen und sehen, ob es ausreicht oder nicht."