Entscheidung in Celtic Park: Hearts kurz vor legendärem Meisterschaftserfolg in Schottland
Eine spannungsgeladene Saison nähert sich einem emotionalen Höhepunkt, nachdem ein kontroverser Strafstoß in der 99. Minute Celtic am Mittwoch gegen Motherwell zum Sieg verhalf. Dadurch trennen die amtierenden Meister nur noch einen Punkt von den Hearts, ein Erfolg zu Hause würde Celtic zum 14. Titel in den letzten 15 Jahren verhelfen. Seit 41 Jahren hat kein anderes Team ausser Celtic oder Rangers den schottischen Pokal geholt.
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Die Hearts dominierten fast die ganze Saison und profitierten von den Unsicherheiten im Glaskower Old Firm. Mit Hilfe des Brighton Eigentümers Tony Bloom und seiner bekannten Datenanalysen konnten sie den finanziellen Rückstand ausgleichen und Celtics Vorherrschaft bedrohen.
Scharfe Vorwürfe gegen VAR Einsatz
Die neueste Entwicklung im Meisterschaftskampf verleiht dem entscheidenden Spiel noch mehr Schärfe: Ohne den späten Treffer am Mittwoch hätte Celtic am Samstag mit einem Torunterschied von drei aufholen müssen.
"Offen gesagt, das ist total ekelerregend", urteilte Hearts Coach Derek McInnes zur Strafstoßentscheidung bei Motherwell. "Es kommt uns vor, als stünden wir allein gegen alle."
Fernsehaufnahmen vermochten nicht klar zu zeigen, ob Motherwells Sam Nicholson den Ball mit dem Arm getroffen hat. Gary Lineker nannte den Entscheid auf Twitter "wahrscheinlich die schlechteste VAR Entscheidung je".
Der fangetragene Verein aus Edinburgh äusserte sich in einer Erklärung "sehr alarmiert" und verlangte Aufklärungen vom Verband. Für die Anhänger rufen solche Situationen schmerzhafte Bilder aus 1986 wach, als sie am Schluss gegen Dundee durch zwei späte Gegentreffer den Titel an Celtic abgeben mussten.
O'Neill holt Celtic wieder auf Kurs
Bei den Hoops herrschte in dieser Saison lange Unruhe, auf dem Rasen und drumherum. Fehlende Mittel im Sommer lösten Proteste aus und führten zum Abgang von Brendan Rodgers im Oktober. Sein Nachfolger Wilfried Nancy blieb nur 33 Tage. Die Rückkehr des Vereinshelden Martin O'Neill im Alter von 74 Jahren als Übergangstrainer brachte endlich Stabilität. Trotz fortgesetzter Vorwürfe gegen die Führung wurde es ruhiger, auch da ein Stadionverbot für eine Ultra Gruppe rechtzeitig vor dem Finale aufgehoben wurde.
Celtic hat mit acht Pleiten die schwächste Quote seit mehr als 20 Jahren, doch zum Saisonschluss fanden sie zurück zur Form und siegten siebenmal hintereinander. "Es ist toll, dass wir in diesem Finale stehen, vor sechs Wochen wirkte alles anders", sagte O'Neill. "Wir sind daheim, die Stimmung wird überwältigend."
Die Hearts gewannen in dieser Spielzeit zwei von drei Begegnungen, das jüngste Duell gegen O'Neills Truppe ging jedoch remis aus. McInnes bleibt optimistisch: "60.000 Fans, das Stadion wird tosen. Wir haben uns diesen Moment verdient, werden nicht kneifen und setzen auf unsere Erfolge gegen Celtic."