"Ein bisschen besonders": Bayer vor deutschen Wochen?
Erneut gegen den BVB? Und anschliessend gegen die Bayern? Vor solchen Perspektiven musste Kasper Hjulmand tief durchatmen. "Es kommt mir etwas ungewöhnlich vor, dass wir in Europa möglicherweise gegen zwei deutsche Teams antreten könnten", äusserte der Trainer von Bayer Leverkusen nach dem Einzug in die Play-offs der Champions League.
Nach dem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den FC Villarreal, durch den die Werkself am letzten Spieltag der Ligaphase das Ticket für die Zwischenrunde sicherte, richteten sich alle Blicke gleich auf die Auslosung am Freitag (12.00 Uhr). Dort lauern entweder Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus als Play-off-Gegner. Sollten die Leverkusener siegen, erwartet sie im Achtelfinale wie im Vorjahr Bayern München.
Bezüglich des Play-off-Gegners gab es bei Bayer verschiedene Vorlieben. "Bei Dortmund ist die Anreise nicht so weit. Ansonsten habe ich keinen Favoriten", meinte Torhüter Janis Blaswich. Bayers Sportchef Simon Rolfes äusserte sich hingegen eindeutig: "Dortmund wird es ähnlich ergehen: International spielt man lieber international als in einem deutschen Duell."
Leverkusens Malik Tillman, der mit zwei Toren gegen Villarreal zum Matchwinner wurde, erinnerte an die bisherigen Begegnungen mit Dortmund und Piräus in der aktuellen Saison. "Champions League sollte Anspruch und Motivation bieten. Aber wir haben mit beiden noch eine Rechnung offen. Egal wer kommt, es wäre für uns geeignet", sagte der Offensivspieler mit Hinblick auf die Play-offs (17./18. und 24./25. Februar).
In Piräus hatte Hjulmands Mannschaft erst in der Vorwoche am siebten Spieltag der Ligaphase mit 0:2 verloren. Gegen den BVB gab es in der Bundesliga Ende November eine 1:2-Niederlage, bevor Bayer die Dortmunder Anfang Dezember im Achtelfinale des DFB-Pokals ausschaltete (1:0).