Ehemaliger Lehrwart starb mit 76 Jahren: DFB nimmt Abschied von Strigel
Der Deutsche Fussball Bund (DFB) nimmt traurig Abschied von seinem ehemaligen führenden Schiedsrichter und Ausbilder Eugen Strigel. Der aus Schwaben geborene und später in der Pfalz ansässige Mann verstarb im Alter von 76 Jahren. Strigel, der vor 16 Jahren einen Herzstillstand durchgemacht hatte, kämpfte mit der unheilbaren Nervenerkrankung ALS.
"Wir trauern tief um Eugen. Bis vor wenigen Monaten half er wöchentlich im Video Assist Zentrum in Köln mit, zuletzt war er bei einigen Stadionbeobachtungen an meiner Seite", erklärte der Schiedsrichter Leiter Knut Kircher: "Er wird uns fehlen, nicht nur als zuverlässiger Kontaktmann und Inspirator, sondern vor allem als Person und Kumpel. Die ganze Schiedsrichter Gemeinschaft vermisst Eugen."
Über Jahrzehnte war Strigel eine zentrale Figur im deutschen Schiedsrichter Bereich, sei es als Bundesliga Pfeifer, Fernseh Experte, Mitglied im Schiedsrichter Ausschuss oder als internationaler Beobachter. Seit 1968 aktiv als Schiedsrichter, leitete er zwischen 1987 und 1995 insgesamt 70 Bundesligaspiele. Den Höhepunkt und Abschluss seiner aktiven Laufbahn markierte das DFB Pokal Finale 1995 zwischen Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg.
Anschliessend war Strigel 15 Jahre lang als DFB Ausbilder für die Fortbildung der Schiedsrichter verantwortlich. Auch nach 2010 blieb er in der Schiedsrichter Kommission engagiert, bis 2020 mit Fokus auf das Beobachtungssystem.