Ecuadors Nationaltrainer Beccacece erklärt nach WM-Aus seinen Abschied

Ecuadors Nationaltrainer Beccacece erklärt nach WM-Aus seinen Abschied

Auch der überraschende Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland (2:1) half dem Argentinier nicht mehr. Der Vertrag von Sebastian Beccacece lief bis zur WM und wird wie erwartet nicht verlängert. 

"Wir haben es nicht geschafft, unser Ziel zu erreichen – nämlich die beste WM in der Geschichte Ecuadors zu spielen", sagte er. 

Eine Behauptung, die nicht ganz der Wahrheit entspricht: 2006 erreichte Ecuador nach zwei Siegen in der Gruppenphase das Achtelfinale, scheiterte dort aber knapp an England (0:1), weil David Beckham einen direkten Freistoß verwandelte. 

Mannschaftsintern soll es zuletzt Widerstand gegen ihn gegeben haben. Beim Aus gegen Mexiko hatte Abwehrspieler Piero Hincapié dem Coach nach seiner Roten Karte den Handschlag verweigert – ob aus Frust oder aus Abneigung, blieb zunächst unklar.

Starke WM-Qualifikation

Beccacece hatte Ecuador im August 2024 übernommen. Noch vor Uruguay, Kolumbien und Brasilien hatte sich sein Team den zweiten Platz in der WM-Qualifikation gesichert – dank elf Spielen ohne Niederlage in Folge. Highlight war der 1:0-Sieg über den amtierenden Weltmeister Argentinien zum Abschluss.

Bei der WM war Ecuador mit einem 0:1 gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) und einem 0:0 gegen Curacao gestartet, ehe der Sieg gegen Deutschland doch noch den Einzug ins Sechzehntelfinale brachte.

Beccaceces wilder Jubel danach, als er die Tribüne hochkletterte, um mit seiner Frau Patricia und den beiden Töchtern zu feiern, hatte international für Aufsehen gesorgt.

Sebastian Beccacece im Profil

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