Díaz Sperre bestehen: DFB lehnt Berufung ab
Der FC Bayern hat mit seiner Berufung gegen die Sperre für Luis Díaz keinen Erfolg gehabt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Antrag der Münchner im Verfahren beim Einzelrichter als unbegründet abgewiesen. Der kolumbianische Stürmer ist dadurch weiterhin für das Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gegen Union Berlin gesperrt.
Im vergangenen Samstagsspiel der Bundesliga bei Bayer Leverkusen (1:1) erhielt Díaz in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte. Schiedsrichter Christian Dingert bezeichnete seine Entscheidung später als Fehlentscheidung. Er sagte: "Bei der Betrachtung der Bilder jetzt sehe ich keinen Elfmeter. Die Gelb-Rote ist zu streng, das würde ich heute nicht mehr so handhaben."
Für das Sportgericht spielte die Aussage von Dingert jedoch keine Rolle, wie Vorsitzender Richter Stephan Oberholz begründete. "Maßgeblich ist, dass es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt, die nur korrigiert werden kann, wenn sie klar, offensichtlich und unzweifelhaft objektiv falsch ist. Hier trifft das nicht zu", erklärte er.
Oberholz führte aus, dass Dingert den späteren Balltreffer am Fuß von Díaz erst nach dem Spiel durch Videoaufnahmen bemerkt habe. "Trotz dessen hätte Díaz den Kontakt zuvor initiiert und hergestellt", betonte er. Die Schiedsrichterentscheidung sei somit "nicht vollständig unrichtig" gewesen.