Di Salvo lobt Pejcinovics Mut: "War gar nicht vorgesehen"

Di Salvo lobt Pejcinovics Mut: "War gar nicht vorgesehen"

Durch sein Elfmeter Tor unmittelbar vor dem Abpfiff avancierte Dzenan Pejcinovic zum entscheidenden Torschützen der deutschen U21 Mannschaft, obwohl er keineswegs als Ausführender geplant gewesen war. "Es war keineswegs im Plan, dass Dzenan den Schuss ausführt", offenbarte DFB Trainer Antonio Di Salvo nach dem 2:1 Erfolg gegen Nordirland: "In diesem Augenblick habe ich jedoch nichts eingebracht." Anstatt einzugreifen überließ er die Wahl den Akteuren auf dem Platz.

Derweilen ergriff der als Einwechsler aufgebotene Wolfsburger Pejcinovic den Ball und verwandelte ihn in der 83. Minute zum abschließenden Ergebnis. Di Salvo pries daraufhin "die natürliche Souveränität, mit der er sich den Ball genommen hat. Was mir gefällt ist, dass dort keinerlei Egoismus im Spiel war, es kam zu keiner Debatte, stattdessen hat Dzenan ihn einfach ergriffen. Offenbar haben sie kurz abgesprochen, und anschließend überließen sie ihm den Versuch. Da alle überzeugt waren, dass er das Ziel trifft."

Pejcinovic war lediglich in der 74. Minute ins Geschehen eingegriffen worden. "Er zählt zu den besten Spielern, aus diesem Grund habe ich ihn nominiert. Er verfügt über einen außergewöhnlichen Instinkt für Treffer, einen kraftvollen Abschluss mit beiden Füßen. Er hätte in der U21 bereits häufiger punkten können, etwa gegen Albanien als er den Pfosten traf, ähnlich wie beim Duell mit Lettland", erläuterte Di Salvo. Um in der Startelf der U21 berücksichtigt zu werden, müsse er in Wolfsburg allerdings mehr Minuten sammeln.

Der Erfolg bewahrte dem DFB Team die Möglichkeiten für die Europameisterschaft. Mit sechs Punkten aus den ersten drei Partien bleibt Deutschland jedoch hinter Griechenland mit neun Zählern zurück, lediglich die Spitzenreiter der Gruppen sichern sich den direkten Einzug zur EM 2027 in Serbien und Albanien, wo zudem die Qualifikationen für die Olympischen Spiele 2028 entschieden werden.