Der ruhige Lenker: Arsenals Wiederkehrer Havertz als Unterstützung im Meisterschaftsstreit
"Das Team erkennt die Bedeutung von Kai für uns und wie er uns dabei unterstützen kann, spürbar zu verbessern und eine höhere Stufe zu erklimmen", äußerte Trainer Mikel Arteta. Er schätze den vielseitigen Angreifer "hoch" und betrachte ihn als "große Stütze für das Team". Dies sollte der 26-Jährige idealerweise bereits im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) gegen den portugiesischen Außenseiter Sporting Lissabon unter Beweis stellen.
Havertz litt zuvor unter anhaltenden Oberschenkelverletzungen, gefolgt von Knietroublen, doch seit März spielt er wieder häufiger. Kürzlich markierte er nach 16-monatiger Pause sein Comeback in der A-Nationalmannschaft, für die er im Sommer bei der Weltmeisterschaft unter Julian Nagelsmann klar als Top-Stürmer vorgesehen ist. "Ich werde in den kommenden Monaten alles für den Klub geben, um mit starkem Selbstvertrauen zur WM zu reisen", versprach Havertz.
Kein Redner, dennoch ein Leader?
Obwohl er seit dem 5. Februar 2025 kein volles 90-Minuten-Spiel mehr bestritten hat, fand der aus Aachen stammende Spieler kürzlich öfter einen Platz in der Startaufstellung. Im League-Cup-Finale gegen Manchester City (0:2-Niederlage) spielte er 66 Minuten, und am Wochenende zuvor lieferte er in 79 Minuten beim 1:2-Desaster gegen den Zweitligisten FC Southampton im FA-Cup-Viertelfinale einen feinen Vorlage für den Ex-Sporting-Mann Viktor Gyökeres.
"Es war eine harte Phase, die ich nun überwunden habe", berichtete Havertz. Doch er fühle sich inzwischen wieder "sehr fit". Es fehlten nur noch einige Partien über die volle Distanz, um zu seiner früheren Form zurückzukehren. Auf der Suche nach dem ersten Pokal für Arsenal seit dem FA-Cup-Sieg 2020 wolle er als unauffälliger Leader voranschreiten. "Dass ich nicht der Typ bin, der in der Umkleide die großen Reden schwingt, das dürfte jeder wissen."
Allerdings gebe es auch Leader, "die durch ihre Taten auf dem Platz vorangehen - und dazu rechne ich mich", unterstrich Havertz. Dies könne er im Endspurt der Liga und in der intensiven Phase der Champions League demonstrieren.