Der "Rolls-Royce" gegen Mo Salah: Herrington will Ägypten ausbremsen
Lucas Herrington wünscht Mohamed Salah eine schnelle Genesung. Nun ja, das gehört sich eben so, doch im Falle des australischen Teenagers sind die Genesungswünsche für Ägyptens Superstar nicht frei von Hintergedanken.
"Es ist großartig, gegen Spieler wie ihn anzutreten. Genau für solche Duelle spielt man Fußball – mit solchen Spielern möchte man sich messen", sagte Herrington im Trainingscamp der Socceroos: "Wenn ich diese Chance bekomme, wird es hoffentlich etwas ganz Besonderes. Ich kann es kaum erwarten."
Hinter Salahs Einsatz im WM-Sechzehntelfinale am Freitag in Dallas (20 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) steht ein kleines Fragezeichen.
Der Starstürmer war beim 1:1 gegen den Iran in der zweiten Halbzeit ausgewechselt worden und kühlte anschließend seinen linken Oberschenkel mit einem Eisbeutel. Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan hält einen Einsatz seines Kapitäns aber für möglich.
Match-Center: Australien vs. Ägypten
Zuverlässig wie ein Rolls Royce
Spielt der langjährige Torjäger des FC Liverpool, dürfte er auch auf eines der größten australischen Abwehrtalente der vergangenen Jahre treffen.
Herrington –18 Jahre, geboren in Brisbane, –stieg bei seinem WM-Debüt gegen Paraguay zum jüngsten Spieler in der Geschichte Australiens auf, der bei einer Weltmeisterschaft in der Startelf stand. Beim 0:0 gegen die Südamerikaner (seinem fünften Länderspiel) zeigte Herrington eine nahezu fehlerfreie Leistung.
Vor allem seine Gelassenheit und Ruhe am Ball zeichnen ihn trotz des jungen Alters bereits aus. "Nichts bringt ihn wirklich aus der Fassung. Er wirkt nie nervös. Auch ich bin nicht nervös, wenn er den Ball hat", sagte Mittelfeldspieler Connor Metcalfe.
Abwehrchef Harry Souttar verglich Herrington angesichts seiner Ruhe und technischen Sauberkeit im Spielaufbau sogar mit einem Luxusauto: "Er war unglaublich abgeklärt und ruhig. Man sieht einfach: Der Junge ist wie ein Rolls-Royce."
Für Qualität und (fußballerische) Extravaganz steht auch der FC Barcelona. Der spanische Meister um Trainer Hansi Flick soll ein Auge auf ihn geworfen haben, dabei steht Herrington erst seit Januar bei den Colorado Rapids in der MLS unter Vertrag.
Jedes der ersten 15 Saisonspiele bestritt er über 90 Minuten, verteidigte dabei unter anderem gegen Lionel Messi und Thomas Müller. Bei der WM will er mit Salah den nächsten Star vor Probleme stellen.
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