Demirović trifft entscheidend: Stuttgart besiegt Freiburg zum Schluss

Demirović trifft entscheidend: Stuttgart besiegt Freiburg zum Schluss

Der VfB Stuttgart hat sich im Rennen um die Plätze in der Champions League mit einem späten Treffer von Ermedin Demirović den wichtigen Sieg gesichert. Der Pokalsieger bezwang den SC Freiburg zu Recht mit 1:0 (0:0) und kletterte in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf den vierten Rang.

Der frisch eingewechselte ehemalige Freiburg-Spieler Demirović sorgte im baden-württembergischen Derby in der 90. Minute mit einem Volleyschuss für den gefeierten Siegestor. Die Stuttgarter blieben damit in der Liga auch im siebten Aufeinandertreffen in Folge unbesiegt (fünf Erfolge). Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß gewann zusätzliches Vertrauen vor den entscheidenden Wochen, inklusive des Pokalviertelfinals am Mittwoch gegen den Zweitligisten Holstein Kiel und den Europa-League-Play-offs bei Celtic Glasgow (19. und 26. Februar). Freiburg, das sich schon für das Achtelfinale der Europa League qualifiziert hat, fällt auf Platz sieben zurück und verliert den Kontakt zu den Europapokalrängen.

Nach dem 3:2-Erfolg in der Europa League gegen Bern änderte Hoeneß sein Aufgebot an sieben Stellen. "In diesen Wochen müssen wir die Lasten aufteilen", erklärte der mit Blessuren kämpfende VfB-Trainer bei DAZN. Man müsse zudem "die Anspannung aufrechterhalten".

Zuerst verlief das Spiel eher ruhig. Der VfB brauchte 20 Minuten für die erste Gelegenheit: Josha Vagnoman verfehlte mit dem Kopf knapp gegen den wachsamen Noah Atubolu. Das schien den Schwaben den Weg zu ebnen, denn sie wurden aktiver, beherrschten das Spiel und stellten mehr Gefahr dar.

Matthias Ginter räumte gegen Deniz Undav auf der Linie (28.). Der Nationalstürmer hätte gleich darauf die Führung erzielen können, als er allein stehend verschoss. Auch später hatte der emsige Undav mit seinen Schüssen erstmal kein Erfolg. Atubolu war zudem gegen Nikolas Nartey vorbereitet.

Freiburg kam in dieser Zeit kaum zum Zuge. Allerdings verschoss Derry Scherhant vor der Pause bei einem Konter die Chance zur 0:1-Führung. Ein simpler langer Pass hatte die VfB-Defensive ausmanövriert.

Auch direkt nach der Pause mangelte es dem VfB, wie öfter in dieser Saison, an Treffsicherheit. Bilal El Khannouss scheiterte allein vor Atubolu. Der 23-Jährige hielt die Gäste mit starken Saves am Leben. Stuttgart blieb dominant - und wurde belohnt. Der in der 77. Minute eingewechselte Demirović vollendete traumhaft per Volley, nach Vorlage von Undav.