"Das fühlt sich miserabel an": Trainer Polzin reflektiert kritisch

"Das fühlt sich miserabel an": Trainer Polzin reflektiert kritisch

Merlin Polzin rang mit sich. Er war unzufrieden mit der Darbietung seines Teams. Und auch mit seiner eigenen Rolle. "Das fühlt sich miserabel an", erklärte der Coach des Hamburger SV auf der Pressekonferenz nach der 1:2 Heimniederlage gegen RB Leipzig, "da wir meilenweit von unserer Höchstleistung entfernt waren". Am Sonntagabend endete die Serie von sechs Siegen erstmals, zudem war es die erste Pleite im Volksparkstadion seit über vier Monaten. Und das zu Recht, wie Polzin unterstrich.

"Die Spieler waren enttäuscht. Ich teile das. Auch von meiner eigenen Arbeit", fasste der Trainer zusammen. Es komme darauf an, "bei sich selbst zu beginnen. Als Trainer tun wir das ebenfalls." Das Spiel der Hamburger war "zu zurückhaltend" gewesen, die Aufstellung ebenfalls nicht ideal. "Rein sachlich gesehen, war unser Auftritt schwach. Wir sehen das ein und streben am Mittwoch eine Verbesserung an", betonte Polzin.

Am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) wartet im Volksparkstadion das Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen, am Samstag reist man zum Tabellen siebzehn. VfL Wolfsburg. Beeinflusst die Tatsache, dass viele Rivalen im Abstiegskampf am Wochenende Punkte holten, die Moral? "Absolut nicht", versicherte Polzin: "Wir bleiben konzentriert. Unser Ziel ist es, den HSV in der Bundesliga zu festigen, ohne uns von anderen ablenken zu lassen. Das kommende Match soll unser Sieg werden."

Aus Sicht der Hamburger erfordert die Tabelle zurzeit noch keine Panik. Mit 26 Zählern belegt der HSV Platz elf, der Abstand zum Relegationsrang liegt bei vier Punkten trotz eines Spiels mehr. Der vorletzte Wolfsburg sammelte 20 Punkte.