"Dann kriege ich graue Haare": Rieras erstes Heimspiel gegen Gladbach
Eintracht Frankfurts neuer Coach Albert Riera möchte unbedingt auf ein derart chaotisches Match wie das 6:4 im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach verzichten. "Ich hoffe, es wird nicht wieder so ein wildes Spiel, ansonsten laufe ich bald mit noch mehr grauen Strähnen herum", meinte der Spanier lachend vor seinem ersten Auftritt vor eigenem Publikum.
Viele Fans erinnern sich an dieses Spektakel, in dem die Eintracht nach 47 Minuten mit 6:0 führte, aber dann doch noch ins Straucheln geriet, als einen der entscheidenden Momente der ungleichmäßigen Saison bisher. Besonders die massive Schwäche in der Abwehr ist seitdem deutlich spürbar.
Der Trainer von Gladbach, Eugen Polanski, hat kürzlich selbst angekündigt, die Unsicherheit in der Hessenverteidigung auszunutzen. Auf diese Bemerkung reagierte Riera direkt: Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) werde Polanski "ein anderes Team erleben. Eins, das deutlich solider verteidigt".
Rieras Ansatz folgt dem spanischen Stil: mehr Ballbesitz, mehr Druck, weniger schnelle Umschaltspiele oder Konterchancen für den Gegner. "Sobald wir den Ball abgeben, wissen wir genau, wie wir reagieren müssen", betonte der 43 Jährige. Deshalb hat das Trainerteam nach dem 1:1 gegen Union Berlin den Fokus der Einheiten auf die Abwehr gelegt.
Bei Rieras erstem Heimspiel muss die Eintracht auf Arthur Theate verzichten. Der Belgier fällt wegen eines Meniskusproblems rund sechs Wochen aus. "Er war kurz davor, vor mir in Tränen auszubrechen", berichtete Riera und erzählte, wie Theate ihm mitteilte, unter seiner Führung "der zentrale Verteidiger werden zu können, der er immer sein wollte".
Außerdem sind bei der Eintracht die Langzeitkranken Can Uzun (Oberschenkel) und Younes Ebnoutalib (Innenband) nicht einsatzbereit. Auch Jonathan Burkhardt (Infektion) wird nicht dabei sein. Bei Fares Chaibi, dem Algerier mit Problemen an den Kniesehnen, besteht noch Unsicherheit.