Chaotisches Finale im Afrika-Cup: Das war peinlich
Marokkos Trainer Walid Regragui übte nach dem turbulenten Afrika-Cup-Finale scharfe Kritik. Das Bild, das der afrikanische Fußball in dieser Partie bot, war höchst peinlich. Ein Match derart lange zu pausieren, mit Millionen Zuschauern weltweit, wirkt alles andere als elegant, meinte er.
Der Senegal feierte einen Triumph dank Stars wie Nicolas Jackson von Bayern und Sadio Mané mit einem 1:0-Sieg (0:0) nach Verlängerung gegen das Gastgeberteam Marokko, doch ein Skandal warf lange Schatten. Kurz vor Schluss der regulären Zeit pfiff der Schiedsrichter einen streitigen Strafstoß, worauf die Senegalesen den Rasen demonstrativ verließen. Ein Abbruch des Spiels drohte, als auf den Rängen in Rabat Unruhen ausbrachen. Anhänger des Senegal versuchten, aufs Feld zu gelangen, doch Bewacher hielten sie zurück.
Schließlich überzeugte Mané seine Mitspieler zur Rückkehr. Es wäre bitter gewesen, ein solches Finale so abrupt zu beenden, und untragbar, der Welt ein derartiges Spektakel zu präsentieren, erklärte der Ex-Münchner. Er habe den Verlust dem Durcheinander vorgezogen und die Spieler daher aufgefordert, weiterzumachen und ihren Stil zu zeigen.
Marokkos Brahim Díaz verfehlte den Elfmeter. In der Verlängerung machte Pape Gueye (94.) mit einem Prachtstück den Senegal zum Helden und holte den zweiten Afrika-Cup-Titel seit 2022.
Nach dem Endspiel rückte Mané wieder in den Fokus. Der 33-Jährige plant, nach der WM in den USA, Kanada und Mexiko seine Nationalmannschaftskarriere zu beenden. Wenn du Sadio Mané bist, trifft diese Wahl nicht allein dich, da ein ganzes Volk dahintersteht und dich bitten würde, weiterzumachen. Vermutlich war es eine impulsive Entscheidung, und das Land widerspricht, urteilte Trainer Pape Thiaw.