BVB-Trainer Kovac fasst es knapp zusammen: "Bin nicht zufrieden"

BVB-Trainer Kovac fasst es knapp zusammen: "Bin nicht zufrieden"

Nach dem engen Auswärtssieg gegen den 1. FC Köln verzichtete Borussia Dortmunds Coach Niko Kovac auf ausführliche Betrachtungen. "Ich halte es kurz: Abgesehen von den drei Punkten, die mich freuen, bin ich mit nichts zufrieden. Besonders die erste Halbzeit, und auch die zweite mit einem Mann mehr, das war enttäuschend", erklärte der 54-Jährige sichtlich genervt nach dem unsicheren 2:1 (1:0) beim Aufsteiger.

Der BVB hatte trotz einer 2:0-Führung durch Serhou Guirassy (16.) und Maximilian Beier (60.) mit einem Mehr an Spielern den Sieg fast noch verspielt, was Kovac "schwer nachzuvollziehen" fand. Die Kölner zeigten trotz der Rote Karte für ihren Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) über die volle Zeit Widerstand. Nach dem Treffer von Jakub Kaminski (88.) stand der erste Dortmunder Sieg nach drei Spielen ohne Erfolg plötzlich in Gefahr.

"Ich merke schon, dass einige denken, heute reicht es, wenn man weniger gibt", meinte Kovac. "Das funktioniert nicht" und das müsse gründlich durchgesprochen werden: "Wenn jeder nur einen Meter weniger leistet, dann endet es so, wie man es gesehen hat".

Nach dem Ausscheiden in der Champions League gegen Atalanta Bergamo (1:4) und der knappen Niederlage im Klassiker bei Bayern München (2:3) sind für Dortmund die Chancen auf Titel endgültig dahin. Die Qualifikation für die Champions League steht jedoch mit acht Punkten Vorsprung auf Platz fünf quasi fest. 

Um einen möglichen Leistungsabfall zu vermeiden, soll mehr Klarheit in der Kaderplanung beitragen: Sportdirektor Lars Ricken gab bekannt, dass der Vertrag von Nationalspieler Julian Brandt, der ausläuft, nicht verlängert wird.

"Er wird bald 30, wir können uns neu ausrichten, und das könnte für beide Seiten eine gute Gelegenheit sein", sagte Ricken bei Sky und lobte Brandts Beiträge. Bisher hat er 298 Pflichtspiele und 56 Tore für den BVB absolviert.

"Ich wünsche meinem guten Jule alles Gute", sagte Kovac lächelnd: "Noch neun Partien wird er für uns in Schwarz-Gelb spielen. Danach schauen wir ihm weiter zu, aber nicht mehr in unseren Trikots."