Bundesliga: Höhere Nachspielzeit sorgt für längere Nettospielzeit

Bundesliga: Höhere Nachspielzeit sorgt für längere Nettospielzeit

Die zu Beginn der Saison neu eingeführte längere Nachspielzeit in den Spielen der Fußball-Bundesliga hat die Nettospielzeit insgesamt gesteigert. Bis zum 18. Spieltag beträgt der Durchschnitt 58:29 Minuten pro Partie, während es in der Vorjahressaison 57:31 Minuten waren. Diese Statistiken stellte der Schiedsrichterverantwortliche Knut Kircher am Dienstag in Frankfurt am Main vor.

In der aktuellen Saison der Bundesliga werden im Mittel 9:49 Minuten pro Spiel nachgespielt, verglichen mit 7:50 Minuten in der vorherigen Saison. Diese Zunahme kommt unter anderem durch die nun festgelegten Regelungen bei Auswechslungen zustande und umfasst fast zwei Minuten mehr. "Wir tauschen uns natürlich international aus", erklärte Kircher. "Wir spielen nicht die längste Zeit. Das bleibt die englische Premier League."

In der zweiten Liga wird mehr als zwei Minuten länger nachgespielt, nämlich 10:32 Minuten statt 8:13 Minuten aus der Vorjahressaison. Dennoch ist die Nettospielzeit dort minimal rückläufig, von 55:37 Minuten auf 55:03 Minuten.

Um die Nettospielzeit weiter zu verbessern, wies Kircher auf das System der nordamerikanischen Major League Soccer hin. Dort muss ein ausgewechselter Spieler, sofern er nicht verletzt ist, das Feld in zehn Sekunden verlassen. Gelingt das nicht, wartet der Ersatzspieler eine Minute an der Linie.

Laut Kircher führt dies in der MLS dazu, dass 99 Prozent der Wechsel in unter zehn Sekunden abgeschlossen sind. Diese Anpassung prüft derzeit das International Football Association Board mit Hinblick auf die Weltmeisterschaft im Sommer. Das betrifft auch die Acht-Sekunden-Regel für Torhüter, die bei Einwürfen und Abwürfen angewendet werden könnte.