Bremen sichert sich Punkt in Stuttgart und kommt Abstieg näher VfB kehrt auf Platz vier zurück
Der VfB befindet sich jetzt im entscheidenden Endkampf gegen die Rivalen aus Hoffenheim und Leverkusen sowie gegen Frankfurt um den Einzug in die Champions League. Werder hat hingegen einen weiteren entscheidenden Fortschritt in Richtung Ligaerhalt gemacht. Mit noch drei Partien vor sich liegt der Vorsprung zum Relegationsrang bei sechs Zählern.
Jens Stage versetzte Werder in der 18. Minute in die Führung. Für den in Form befindlichen Däne war dies bereits sein zehntes Tor in der Saison. Der VfB demonstrierte nach den anstrengenden 120 Minuten im Pokalspiel beim Triumph gegen Freiburg (2:1 nach Verlängerung) jedoch Charakterstärke. Der Einwechsler Ermedin Demirovic egalisierte in der 61. Minute. Den erwarteten Erfolg versäumten die überlegenen Schwaben dennoch.
Hoeneß führte nach dem Pokalhalbfinale sechs Änderungen durch. Überraschend war Dan Axel Zagadou in der Anfangself. Der Innenverteidiger der lange verletzt war hatte zuletzt vor etwas weniger als einem halben Jahr am 9. November im 3:2 Erfolg gegen Augsburg auf dem Platz gestanden. "Wir hegen großes Zutrauen obwohl selbstverständlich ein gewisses Restrisiko besteht", erklärte Hoeneß bei DAZN.
VfB Torhüter Alexander Nübel betonte die Wichtigkeit des Duells mit Werder: "Es dreht sich um immense Bedeutung bei uns." Hoeneß verlangte "in der entscheidenden Phase" dementsprechend "vollen Einsatz und maximale Intensität" die gestern.
Zweite Halbzeit favorisiert Stuttgart
Die Eröffnungsphase oblag zunächst den Auswärtsspielern. Senne Lynen und Stage nutzten früh zwei starke Gelegenheiten für die Bremer die auf den verletzungsgeplagten Kapitän Marco Friedl verzichten mussten.
Der VfB brauchte nach der Belastung im Pokal eine kurze Eingewöhnung. Sobald die Schwaben fester im Spiel waren traf Stage mit einem platzierten Flachschuss präzise. Bilal El Khannouss verpasste kurz darauf die Ausgleichschance scheiterte aber kopfballend aus freier Position an Mio Backhaus.
Der VfB setzte nun Druck aus. Maximilian Mittelstädt testete mit einem Freistoß erneut Backhaus. Stuttgart hatte sonst Mühe Chancen aus dem Ballbesitz zu erzeugen. Werder verteidigte verbissen und blieb bei Kontern bedrohlich.
Hoeneß verstärkte nach der Pause den Angriff und ließ nach etwa 60 Minuten Chris Führich und Demirovic einfließen der prompt traf. Stuttgart presste Bremen nun in die Defensive.