Bitter - Kieferbruch von ÖFB-Verteidiger Posch bestätigt
Die Sorgen um Stefan Posch haben sich bestätigt. Wie der Österreichische Fußball-Bund am Donnerstag bekanntgab, erlitt der Abwehrspieler beim WM-Auftaktsieg gegen Jordanien einen Kieferbruch. Posch war in der Schlussphase der Partie bei einem heftigen Zusammenstoß mit einem Gegenspieler verletzt worden. Bereits unmittelbar nach dem Spiel hatte Teamchef Ralf Rangnick einen Bruch befürchtet.
Nach Röntgen- und CT-Untersuchungen in Santa Barbara wurden die Aufnahmen zusätzlich an einen Kieferspezialisten in Österreich übermittelt. Dessen Befund bestätigte schließlich die Diagnose.
Keine Operation notwendig
Immerhin gibt es auch positive Nachrichten. Laut ÖFB muss Posch aktuell nicht operiert werden. Stattdessen wird für den Defensivspieler eine spezielle Schutzschiene angefertigt, die den Heilungsprozess unterstützen soll.
Ob der 29-Jährige bereits im nächsten Gruppenspiel gegen Argentinien wieder einsatzfähig sein wird, ist derzeit offen. Die kommenden Tage sollen zeigen, ob ein Einsatz mit der Schutzvorrichtung medizinisch vertretbar ist.
Wer könnte Posch ersetzen?
Sollte Posch gegen Argentinien oder darüber hinaus ausfallen, muss das Trainerteam eine Lösung für die rechte Abwehrseite finden. Die naheliegendste Variante wäre wohl Konrad Laimer, der diese Position bereits auf höchstem internationalem Niveau bekleidet hat.
Allerdings würde eine Versetzung Laimers in die Defensive auch Veränderungen im Mittelfeld nach sich ziehen. Rangnick und sein Trainerstab werden daher in den kommenden Tagen verschiedene Optionen prüfen müssen.
Fest steht: Nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner wäre ein längerer Verzicht auf Posch der nächste personelle Rückschlag für Österreich bei dieser Weltmeisterschaft. Dennoch besteht zumindest noch Hoffnung, dass der Verteidiger mit einer Spezialmaske im weiteren Turnierverlauf wieder eingreifen kann.