"Billig": Britische Supporter tadeln Infantinos Sticheleien

"Billig": Britische Supporter tadeln Infantinos Sticheleien

FIFA Präsident Gianni Infantino hat mit einer Anspielung auf britische Fußballanhänger Unmut in Grossbritannien ausgelöst. "Nun da wir die Aufmerksamkeit von Herrn Infantino erregt haben, wollen wir betonen, dass er sich statt läppischer Spässe über unsere Anhänger lieber um erschwingliche Eintrittskarten kümmern sollte", erklärte der britische Verband der Football Supporters laut BBC zu einer Äusserung des Schweizers beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

In einer Ansprache am Donnerstag bezog sich Infantino auf die Vorwürfe vor der WM 2022 in Katar und stellte fest, dass es während des Turniers "fast keine Vorfälle" gegeben habe. Er fuhr fort: "Sobald der Ball rollte und die Magie einsetzte, erlebten wir eine zauberhafte Weltmeisterschaft. Zum allerersten Mal in der Geschichte wurde kein Brite bei einer WM verhaftet. Stellen Sie sich das vor, das ist etwas absolut Einzigartiges."

Angesichts des heftigen Protests in verschiedenen europäischen Ländern über die Preise für Tickets zur WM in den USA, Kanada und Mexiko liess Infantino durchblicken, dass die Karten "nicht günstig" seien. "Ich bin wegen der Kosten stark angegriffen worden. Die schärfsten Kritiker stammten natürlich aus Deutschland und England", so der FIFA Leiter, der die Tarife jedoch wieder mit der enormen Nachfrage rechtfertigte.

"Zurzeit liegen die USA bei den Ticketwünschen vorn. Deutschland folgt auf Platz zwei, England auf drei, weil alle teilnehmen und miterleben wollen", bemerkte Infantino. Er versicherte zudem, dass sämtliche Partien ausverkauft sein würden. Bisher ist nicht öffentlich, wie die Anfragen auf die 104 WM Begegnungen im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) aufgeteilt sind.