Berlin als Hauptziel: Freiburg mit doppelten Ambitionen, VfB im Erfolgsfieber
Außerst positiv blicken die beiden Mannschaften vor dem entscheidenden Duell auf die laufende Saison zurück. Der VfB Stuttgart steht kurz vor der Qualifikation zur Champions League über die Bundesliga und plant, das Jahr in Berlin ähnlich wie im Vorjahr 2022 triumphal abzuschließen. Der SC Freiburg surft seit Längerem auf einer Welle der Siege und strebt mit dem Ticket nach Berlin die erste von zwei möglichen Trophäen an. Zusätzlich kämpft die Elf im Spiel gegen Sporting Braga um den Eintritt ins Finale der Europa League.
Meilensteine für den SC in Aussicht?
"Derzeit durchleben wir eine richtig starke Periode, einen echten Flow, und das möchten wir beibehalten", erklärte der Mittelfeldakteur Vincenzo Grifo, "wir wollen die kommenden Wochen auskosten, aber immer mit Konzentration und ohne Ablenkungen."
Potenziell wartet auf den Sport-Club eine epochale Phase, nachdem die letzten vier Pflichtbegegnungen alle siegreich endeten. Dennoch stellen die dichte Spielplanung mit Matches im Dreitagerhythmus eine enorme Belastung dar: "Wir haben alles in die Erholung zu stecken", unterstrich Coach Julian Schuster, "Fehler sind hier nicht erlaubt." Zudem betonte er die Notwendigkeit, nach jedem Erfolg "den Neustart-Button zu betätigen", wie Schuster am Mittwoch formulierte, und lobte nach den jüngsten Leistungen das "hohe Maß an Selbstbewusstsein" im Team.
"Den Pokal hochzuhalten, war ein Traum"
Nur einmal erreichte Freiburg das Berliner Finale, im Jahr 2022 endete es unter dem Vorgänger Christian Streich mit einer 3:5-Niederlage im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig. Zweimal stockten die Breisgauer im Halbfinale, 2013 war es beim 1:2 gegen den VfB Stuttgart aus und vorbei. Als Spieler war Schuster damals dabei, und die bleibenden Eindrücke der engen Pleite wecken nun "die Motivation, die unsere Spannung auf die Wiederholung steigert", so der Trainer zur bevorstehenden Partie.
Für Sebastian Hoeneß reicht ein Blick auf den 24. Mai vor einem Jahr, um den Appetit auf das Match zu wecken. "Die Atmosphäre in Berlin war fantastisch, den Pokal emporzuhalten, war überwältigend", schwärmte er vom 4:2-Erfolg im Endspiel gegen Arminia Bielefeld. Obwohl der 43-Jährige am Donnerstag auf den verletzten Innenverteidiger Finn Jeltsch mit Bauchmuskelproblemen verzichten muss, bleibt das Ziel festgelegt: "Das Finale ist unser Anliegen", versicherte Hoeneß.