Benaglio zur Krise: "Fußball ist Teil des Konzerns"

Benaglio zur Krise: "Fußball ist Teil des Konzerns"

Diego Benaglio, einst Torwart beim VfL Wolfsburg, äußert sich trotz der schwierigen Situation beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten und seinem Mutterunternehmen VW zuversichtlich bezüglich des Standorts. "Wir haben eine klare Botschaft bekommen, dass Volkswagen uneingeschränkt hinter dem VfL steht. Fußball gehört zum Konzern", so Benaglio, der im Aufsichtsrat des Klubs sitzt, gegenüber Sport Bild mit Rücksicht auf die jüngsten Erklärungen des VW-Chefs Oliver Blume.

In der Vorwoche hatte Blume in einem Gespräch mit RTL/ntv Themen wie Einsparungen beim VfL angesprochen. Beim Klub seien "Verbesserungen notwendig", hatte der Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns betont: "Wir arbeiten bereits daran, und zum Ende der Saison prüfen wir alles genau. Das erscheint mir nur fair." Der gesamte VW-Konzern ringt momentan mit sinkenden Gewinnen.

Benaglio interpretiere die Worte so, dass man überlege, wie man Verbesserungen umsetzen könne. Das sei "üblich und nach einer derartigen Saison absolut nachvollziehbar", meinte der 42-Jährige. Nach 26 Runden liegt Wolfsburg auf dem 17. Platz im Abstiegskampf, und Trainer Dieter Hecking soll den Verein vor dem Abstieg bewahren. 

Beim torlosen Unentschieden (1:1) gegen den dritten der Tabelle, die TSG Hoffenheim, habe man am vergangenen Samstag schon Teile der taktischen Handschrift von Hecking erkannt, bemerkte Benaglio: "Defensiv zeigten wir mehr Stabilität. Das stärkt die Spieler im Selbstvertrauen." Dies gelte ebenfalls für die "Gelassenheit und das Wissen", das der neue Coach vermittle.

Zum Erreichen des Liga-Verbleibs benötige der VfL eine "enge Gemeinschaftshaltung", unterstrich Benaglio, der als Spieler mit Wolfsburg den Meistertitel 2009 und den Pokalsieg 2015 feiern durfte. "Viele außerhalb von Wolfsburg freuen sich nicht, wenn wir in der Bundesliga bleiben. Für uns heißt das: umso mehr Antrieb jetzt."