Bei Finanzvergehen: Watzke fordert Punktabzug

Bei Finanzvergehen: Watzke fordert Punktabzug

Hans-Joachim Watzke verlangt strenge Maßnahmen für Vereine, die die finanziellen Regeln der Europäischen Fußballunion (UEFA) missachten. „Es braucht eindeutige sportliche Konsequenzen. Eine bloße Geldstrafe beunruhigt die betroffenen Klubs kaum“, erklärte der Präsident der Liga auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main. „Wir sollten einen automatischen Punktabzug einführen.“

Die UEFA bestimmt, dass höchstens 70 Prozent des Umsatzes eines Vereins für das Team ausgegeben werden dürfen. „Dieser Ansatz der UEFA ist richtig, reicht jedoch noch nicht aus“, betonte Watzke, der im Exekutivkomitee der UEFA vertreten ist. „Niemand kann mir weismachen, dass man wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wenn 70 Prozent in die Belegschaft fließen. Ich erwarte Anpassungen daran.“

Laut Watzke wird die Bundesliga „weiterhin ein internationaler Pionier bleiben, falls die Vorgaben verschärft werden; das Thema ist noch nicht abgeschlossen“. Der Fußball sollte nach Watzkes Meinung das Prinzip „höher, schneller, weiter“ beenden. „Ich unterstütze eine Obergrenze für Gehälter. Das muss rechtlich fundiert sein. Wir müssen in diese Richtung weiterarbeiten, das ist entscheidend wichtig.“