Baums Taktik gegen Bayern: Das Taschenmesser-Grundsatz

Baums Taktik gegen Bayern: Das Taschenmesser-Grundsatz

Der Trainer Manuel Baum vom Bundesliga-Vertreter FC Augsburg plant, sich im bayerisch-schwäbischen Derby am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Bayern nicht zu verstecken. "Es handelt sich um eine anspruchsvolle Herausforderung, das ist offensichtlich", erklärte der 46-Jährige am Donnerstag, "doch ich erwarte von der Mannschaft eindeutig, dass sie eine starke Präsenz auf dem Feld zeigt und den Gegner reizt. Es dreht sich nicht darum, nur den Schaden zu minimieren."

Der Coach des Tabellen-15. holte in seiner ersten Saison bei Augsburg im September 2018 einen selteneren Punkt aus der Allianz Arena mit, verlor jedoch die übrigen vier Duelle. "Einmal lief es richtig schlecht mit 0:6, einmal recht solide mit 1:1", berichtete Baum, "Bayern besitzt stets ein starkes Team." Derzeit agiere der Titelverteidiger aber auch als Einheit und bleibe stets motiviert, was ihn so schwer bezwingbar macht.

Es sei durchaus machbar. "Wir haben einige Ansätze entwickelt: Was stört sie besonders und was beherrschen wir hervorragend." Speziell zum Letzteren: "Zusammenhalt, aggressiv in den Zweikämpfen, den Spielfluss unterbrechen, forsch beim Umschalten vorgehen, defensiv nach Grundsatz statt nach Schema handeln, das soll instinktiv ablaufen."

Abhängig von der Formation der Münchner erfordere es Anpassungsfähigkeit. "Wir setzen auf ein Schweizer-Taschenmesser-Konzept", meinte Baum: "Je nach Besetzung greifen wir zur Säge oder zur Schere oder zu dem, was gerade nötig ist und wir entfalten müssen."

Unterstützen soll der Leihe aus Hoffenheim Arthur Chaves. "Er bringt Schwung mit. Er betritt das Feld und wirkt enthusiastisch", sagte Baum: "Er käme direkt als Startoption infrage."

Besonders da neben Kapitän Jeffrey Gouweleeuw und Chrislain Matsima auch der gesperrte Noahkai Banks als dritter zentraler Verteidiger fehlt. Kristijan Jakic (Wade) steht unter Fragezeichen.