Bauer und die Krise in Wolfsburg: "Meine Familie leidet ebenfalls"

Bauer und die Krise in Wolfsburg: "Meine Familie leidet ebenfalls"

Der Trainer Daniel Bauer spürt derzeit ebenfalls die schwierige Situation beim VfL Wolfsburg, der vor dem Abstieg in der Bundesliga zittert. "Die Fans sind betroffen, viele Familien der Fans sind betroffen, und meine eigene Familie leidet mit, denn im Moment dreht sich alles nur um den VfL", erklärte der 43-Jährige am Freitag.

Trotz des 15. Platzes macht sich Bauer keine allzu grossen Sorgen um seine Stelle. "Es geht mir um den Klub und den Verein, und mein Trainerteam und ich geben täglich alles, was wir haben." Mehr sei nicht möglich, und trotz der kürzlichen Misserfolge sei er vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr, DAZN) "vollständig überzeugt, dass wir mit den Spielern hart gearbeitet haben" und dass das Team dem Vierten der Tabelle "Widerstand leisten" könne.

Bauer, der im November den Posten von Paul Simonis übernommen hatte, erhielt zuletzt Unterstützung vom Sportdirektor Peter Christiansen. Nach dem sechsten Spiel ohne Sieg befindet sich der VfL jedoch tief im Abstiegskampf. Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen den FC Augsburg hatte Bauer in der Vorwoche seine Spieler scharf kritisiert und sie mit einer "Schülermannschaft" verglichen.

Diese Formulierung habe niemand übel genommen, "sonst wäre das Verhältnis nicht mehr gut. Ende der Diskussion", betonte Bauer. Es stehe fest, dass das Team derzeit "ständig Fehler" begehe, "die in der Bundesliga hart bestraft werden". Dennoch sei die "Mannschaft lebendig, die Mannschaft glüht vor Energie", versicherte der Coach des VfL: "Das möchten wir am Sonntag in Stuttgart aufs Feld tragen, und das konsequent."

Bauer muss auf Patrick Wimmer erneut verzichten, und für Kapitän Maximilian Arnold ist das Duell in Stuttgart noch zu früh. Ausserdem fehlen Pavao Pervan (Sprunggelenk) und Kevin Paredes (Muskelverletzung).