Ayaris besonderer Abend für Schweden: Traumtore gegen Papas Heimatland

Ayaris besonderer Abend für Schweden: Traumtore gegen Papas Heimatland

Mit zwei sehenswerten Treffern, dem ersten und dem letzten (7./90.+6), ließ der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion auch die starken Leistungen des millionenschweren Traum-Duos Alexander Isak und Viktor Gyökeres (jeweils ein Tor) verblassen. Nach seinem frühen Führungstor hob Ayari, der neben tunesischen auch marokkanische Wurzeln hat, entschuldigend die Hände und jubelte nicht.

Zum Match-Center: Schweden vs. Tunesien

Nach einer Anfrage aus Tunesien hatte er 2021 kurzzeitig über einen Verbandswechsel nachgedacht. Sein Vater Azzouz bat ihn jedoch, auch weiterhin für sein Geburtsland Schweden aufzulaufen. Das Land habe ihn "aufgenommen und gefördert", argumentierte er. Sein Sohn habe daher die Pflicht, Schweden "etwas zurückzugeben", betonte Azzouz Ayari. So blieb Yasin bei Schweden – und spielt sich nun ins Rampenlicht.

Matchball gegen die Niederlande

Unter Trainer Graham Potter, der Schweden im Oktober 2025 übernommen hatte und über die Playoffs zur WM in den USA, Mexiko und Kanada führte, blüht der kreative Kopf auf. "Er hat mich gebeten, so zu spielen, wie ich es gerne tue", sagte Ayari: "Denn ich zeige meine beste Leistung, wenn ich ungezwungen spiele."

So wie am Sonntagabend (Ortszeit) im mexikanischen Monterrey. Seinem wuchtigen Distanzschuss ließ er in der Nachspielzeit einen weiteren sehenswerten Treffer aus der Ferne folgen. Höher hatten die Schweden bei einer WM bisher nur 1938 gewonnen (8:0 gegen Kuba). Und die K.o.-Runde ist für den Viertelfinalisten von 2018 und Tabellenführer der Gruppe F nach dem Kantersieg bereits zum Greifen nah.

"Wir werden den heutigen Abend genießen, aber es ist nur ein Spiel. Wir wissen, dass wir wieder von vorne anfangen müssen. Und am Samstag steht für uns ein riesiges Spiel an", sagte Potter. Dann treffen die Schweden in Houston auf die Niederlande, die sich zum Auftakt mit 2:2 von Japan trennten.

Dank seines Traumduos im Sturm und Shootingstar Ayari ist Potter aber guter Dinge. "Wir kennen die Qualität unserer Spieler", sagte der Engländer: "Vor allem in der Offensive."