Ausleihe: Transfermarkt weist Werder auf Regelverstoß hin

Ausleihe: Transfermarkt weist Werder auf Regelverstoß hin

Schmerzhaft: Die sportliche Führung von Werder Bremen scheint mit den Transfervorschriften nicht bestens vertraut zu sein. Sportdirektor Clemens Fritz räumte am Dienstag ein, dass der Bundesliga-Verein irrtümlich annahm, keine zusätzlichen Spieler leihen zu können. "Bei uns herrschte zuvor eine interne Kommunikationslücke, an der wir gescheitert sind", erläuterte der ehemalige Nationalspieler gegenüber der "Deichstube". 

Fritz war der Meinung, Werder habe mit sechs fixierten Leihe-Abkommen bereits im Sommer den Rahmen ausgelotet. Nur durch einen "externen Tipp" wurde klar, "dass mehr Leihe-Deals machbar sind", so Fritz. Der Tipp kam vom Portal "transfermarkt.de". Laut den geltenden Regeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) gilt die Höchstgrenze von sechs Leihe-Übertragungen nur für innerdeutsche Geschäfte. Da jedoch nur der aktuell verletzte Victor Boniface aus Bayer Leverkusen aus dem Inland stammt, bleiben Werder weitere Wege offen.

Fritz handelte rasch und leihte am Montag den serbischen Angreifer Jovan Milosevic vom VfB Stuttgart aus. "Ich trage die Verantwortung dafür", meinte der 45-Jährige, der 2024 Frank Baumann als Fußball-Geschäftsführer nachfolgte: "Der Vorfall nervt uns enorm, da er vermeidbar gewesen wäre." Die Infos lagen im Verein vor, erreichten ihn aber nicht. Erst der Dezember-Hinweis drehte die Winter-Transferpläne um. "Wir haben das gründlich analysiert", unterstrich Fritz.