Aufruhr bei Real Madrid: Präsident Pérez kündigt Neuwahlen an

Aufruhr bei Real Madrid: Präsident Pérez kündigt Neuwahlen an

"Es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass ich nicht zurücktrete", startete Pérez die Pressekonferenz. Er nannte die Umstände eine "lächerliche Lage" und unberechtigte Vorwürfe gegen Real Madrid sowie seinen Präsidenten. "Man gewinnt nicht bei jeder Gelegenheit, aber so etwas nehmen wir nicht hin", erklärte er und richtete seine Kritik gezielt an die Zeitung ABC.

Ihre Berichte, die andeuten, er sei müde im Amt, "machen keinerlei Sinn", wetterte er: "Ich stehe früh auf und lege mich als Letzter schlafen. Ich arbeite unermüdlich hart."

Zu seinen Kritikern meinte er: "Sie können mich nicht einschüchtern. Stattdessen geben sie mir nur noch mehr Schwung! Sie sprechen von Chaos bei Madrid, aber es bleibt der renommierteste Klub der Welt."

Clásico, Trainerfrage, Rekordstrafen

Real unterlag am Sonntagabend im Clásico gegen den Erzrivalen FC Barcelona mit 0:2. Damit steht fest, dass die Königlichen im zweiten Jahr hintereinander keinen Titel holen. So etwas geschah zuletzt in der Saison 2009/10.

Während der Saison trennte sich Real vom frisch verpflichteten Meistertrainer Xabi Alonso aus Leverkusen. Sein Nachfolger Álvaro Arbeloa droht nun ebenfalls mit dem Abschied. Kürzlich kursierten Gerüchte, dass Pérez den Starcoach José Mourinho zurückholen möchte, der derzeit bei Benfica Lissabon engagiert ist.

Auch im Team um den Weltstar Kylian Mbappé gibt es Spannungen. Kürzlich sorgte ein Streit zwischen den Mittelfeldspielern Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni für Aufsehen. Beide Profis erhielten eine Rekordstrafe von 500.000 Euro.

Der Bauunternehmer Pérez wurde im Januar 2025 für eine weitere Periode bis 2029 wiedergewählt.