Auf den Spuren der Fußball-Geheimnisse: Whistleblower Pinto wird freigesprochen
Seit Januar 2025 wurde dem 37 Jährigen in 241 Fällen zur Last gelegt, dass er unbefugt in E Mail Konten verschiedener portugiesischer Sportverbände eingedrungen sei, einschließlich des Topvereins Benfica Lissabon, von Anwaltsbüros, Gerichten und Finanzämtern. Im September 2023 war Pinto bereits in acht Fällen von Cyberdelikten und Erpressungsversuchen gegen den Investmentfonds Doyen Sports zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden, die jedoch auf Bewährung ausgesetzt wurden.
Noch vor seiner Festnahme im Jahr 2019 hatte er bei den französischen Stellen die Aufnahme in ein Schutzprogramm für Zeugen beantragt, weil er durch die Football Leaks Offenbarungen zahlreiche kriminelle Praktiken im Fußball ans Licht gebracht hatte und mit den Ermittlern kooperieren wollte.
Berühmte Spieler und Eliteclubs im Fokus
Die Website Football Leaks erregte seit 2015 großes Aufsehen. Zu den basierend auf echten Unterlagen veröffentlichten Enthüllungen gehörten Infos zu Steuerhinterziehungen des Stars Cristiano Ronaldo in seiner Real Madrid Phase sowie zu den umfangreichen Bemühungen der Eliteklubs Paris Saint Germain und Manchester City, die Financial Fair Play Regeln der UEFA zu umgehen.
Die Herkunft der Informationen schwieg Pinto aus. Er versicherte jedoch, nicht allein für die Veröffentlichungen verantwortlich zu sein. "Ich bin kein Hacker", erklärte Pinto: "Letztlich dreht es sich darum, dass Whistleblower Dinge ans Tageslicht bringen, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben: Kriminalität, Skandale, Fehltritte."