Arbeloa als Langzeittrainer? "Ich bleibe, solange Real mich braucht"
Álvaro Arbeloa hat sich vor dem Start seiner Trainerzeit bei Real Madrid noch mit seinem Vorgänger Xabi Alonso ausgetauscht. "Selbstverständlich habe ich mit Xabi geredet, jeder hier kennt unsere tiefe Freundschaft", erklärte der 42-Jährige, der als Spieler jahrelang mit Alonso auf dem Platz stand: "Ich habe großen Respekt vor ihm und schätze ihn sehr, das Gefühl ist gegenseitig. Das bleibt so." Über den Inhalt des Talks schwieg er sich aus.
Stattdessen blickte er nach seiner Ernennung aus der Reserve elf nach vorn. "Das ist ein außergewöhnlicher Moment", unterstrich Arbeloa: "Genau wie jeder Tag, den ich bei Real verbracht habe. Ich gehöre seit 20 Jahren zu diesem Club. Er ist der größte in der Geschichte. Ich bin mir der großen Aufgabe bewusst und freue mich riesig darauf." Er wisse, dass es bei den Weißen nur um eines gehe, "zu siegen, zu siegen und erneut zu siegen. Das steckt uns im Blut".
Die Debatten über eine "problematische" Umkleidekabine berührten den Spanier nicht. "Das sorgt mich nicht besonders", meinte Arbeloa: "Wir verfügen über ein Team mit top Spielern, die allesamt sympathische Kerle sind. Keiner brennt mehr für Siege als die Jungs selbst." Dementsprechend sehe er für sich bei Real eine langfristige Zukunft. "Ich bin seit 20 Jahren hier und gehe nur, wenn Real das möchte. Das fühlt sich wie Zuhause an."
Vorgänger Alonso musste bereits am Montag nach knapp einem halben Jahr gehen. Arbeloa sitzt erstmals am Mittwoch (21 Uhr) im Achtelfinale der Copa del Rey gegen den Zweitligisten Albacete Balompié auf der Ersatzbank. "Jeder startet von vorne, das ist ein frischer Anfang", verkündete er: "Die Spieler sind total motiviert, sie haben mir ihre Energie gezeigt."