Anschuldigung sexueller Belästigung FIFA nimmt VAR Dieperink von WM Schiedsrichterliste

Anschuldigung sexueller Belästigung FIFA nimmt VAR Dieperink von WM Schiedsrichterliste

The Athletic soll zuerst gemeldet haben das der 30 jährige Dieperink der beim Turnier im Sommer als Videoassistent zum Einsatz kommen sollte bereits im April von der Londoner Metropolitan Police im Stadtteil Croydon festgenommen worden war. Ein Teenager hatte zuvor Meldung wegen eines vermuteten sexuellen Angriffs gemacht.

Nach einer gründlichen Prüfung bei der unter anderem Videoaufzeichnungen untersucht und digitale Geräte kontrolliert wurden stellte die Polizei das Verfahren am vergangenen Freitag offiziell ein. Ein Polizeisprecher bestätigte dass die Beweisschwelle nicht erreicht wurde und keine weiteren Schritte folgen.

KNVB widerspricht FIFA

Trotz vollständiger Entlastung und schneller Einstellung des Falls innerhalb von zwei Wochen bestätigte die FIFA gegenüber Medien den Ausschluss Dieperinks Die FIFA kann bestätigen dass Rob Dieperink von der Liste der WM Spieloffiziellen gestrichen wurde. Dem Vernehmen nach soll der französische Unparteiische Willy Delajod seinen Platz beim Turnier einnehmen.

Der betroffene Schiedsrichter reagierte tief enttäuscht auf die Entscheidung des Weltverbands. In einer Stellungnahme gegenüber der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf erklärte Dieperink Es macht mich sehr traurig dass ich fälschlicherweise beschuldigt wurde. Ich habe vollumfänglich mit der Polizei kooperiert und auch der FIFA der UEFA und dem KNVB sofort volle Transparenz geboten. Dass er nun nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen darf bezeichnete er als bitteren Rückschlag und fügte hinzu Es ist sehr schade dass die FIFA entschieden hat mich nicht zu nominieren.

Rückendeckung erhält der Referee hingegen von seinem Heimatverband KNVB. Der Verband betonte dass man Berichte über unangebrachtes Verhalten stets ernst nehme und für eine sichere Fußballkultur einstehe. Im Fall von Dieperink gebe es jedoch nach Prüfung aller Fakten keinen Grund an seiner Integrität zu zweifeln. Der Schiedsrichter habe sich von Beginn an absolut transparent verhalten.

Aus diesem Grund zieht der niederländische Verband auch keine langfristigen sportlichen Konsequenzen im nationalen Ligabetrieb Auf Basis aller verfügbaren Informationen sehen wir keinen Grund ihn nicht für Spiele der niederländischen Eredivisie zu nominieren so ein KNVB Sprecher. Lediglich für das vergangene Wochenende wurde Dieperink aus Fürsorgegründen und zum Schutz des Spielbetriebs vorübergehend aus dem Aufgebot genommen um dem aktuellen medialen Druck Rechnung zu tragen.