American Dreams: Das geschah in der deutschen Nacht
HAIE: Die "Blauen Haie" von den Kapverden haben, Achtung Wortspiel, wieder zugebissen. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Spanien gelang ihnen diesmal ein 2:2 (1:2) gegen Uruguay. Nach Torhüter Vozinha haben sie nun außerdem mindestens einen zweiten Volkshelden: Helio Varela. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er den Ausgleich (61.) und sicherte seiner Mannschaft damit schon den zweiten Punkt. Und der kann viel wert sein: Kap Verde hat sogar noch die Chance, Gruppenerster zu werden, wenn es gegen Saudi-Arabien höher gewinnt als Uruguay gegen Spanien. Und Uruguay dürfte motiviert sein gegen den Europameister: Dem zweimaligen Weltmeister droht sonst sogar das WM-Aus.
HEIMSPIEL: Mohamed Salah hat Ägyptens Fußballer im neunten Anlauf zum historischen ersten Sieg bei einer WM geschossen. Der "König" der "Pharaonen" erzielte beim 3:1 (0:1) am zweiten Gruppenspieltag gegen Außenseiter Neuseeland den wichtigen zweiten Treffer und machte mit seiner Mannschaft einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase. "Wir müssen diesen Tag heute genießen", sagte Salah mit einem breiten Grinsen, die Atmosphäre im BC Place von Vancouver habe sich "wie ein Heimspiel" angefühlt. "Wir sind jetzt Gruppenerster. Aber das nächste Spiel ist sehr wichtig", ergänzte Salah.
HOCHACHTUNG: Österreichs Teamchef Teamchef Ralf Rangnick sieht seine Mannschaft im Duell mit Weltmeister Argentinien und Superstar Lionel Messi als Außenseiter, glaubt aber an die Chance der ÖFB-Auswahl. "Wer sehr, sehr viel Geld gewinnen möchte, der geht noch in ein Wettbüro und setzt auf einen Sieg für Österreich", sagte Rangnick vor dem zweiten WM-Gruppenspiel in Dallas am Montag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV). Erneut mit Hochachtung sprach er von Lionel Messi: Argentinien habe den "besten Spieler, den es jemals gegeben hat" in seinen Reihen, sei aber auch "viel mehr als nur Lionel Messi".
HART: Der Rasen im WM-Finalstadion vor den Toren New Yorks sorgt weiter für Gesprächsstoff - Erling Haalands Norweger wollen den viel diskutierten Untergrund aber zu ihrem Vorteil nutzen. Der Platz sei "hart und kurz", erklärte der norwegische Nationalspieler Morten Thorsby vor dem zweiten Gruppenspiel (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/MagentaTV) gegen Senegal in East Rutherford. Nach den ersten beiden WM-Spielen in East Rutherford hatten sich Brasiliens Vinícius Júnior oder der Franzose Adrien Rabiot darüber beschwert, dass der Platz trocken und schwer zu bespielen sei. Am Donnerstag bestreitet das deutsche Team sein letztes Gruppenspiel gegen Ecuador in New Jersey.