Algerien-Teamchef Petkovic: "Haben unser Schicksal in den eigenen Händen"
Die Ausgangslage vor dem zweiten Gruppenspiel war klar: Nach der 0:3-Niederlage gegen Argentinien durfte sich Algerien keinen weiteren Umfaller leisten. Entsprechend engagiert begann die Mannschaft von Teamchef Vladimir Petkovic die Partie gegen Jordanien.
Wie schon beim 1:3 gegen Österreich präsentierten sich die Jordanier kampfstark und diszipliniert. Mit der Führung durch Nisar al-Raschdan (36.) im Rücken gewann der Außenseiter zusätzlich an Selbstvertrauen und nahm das 1:0 mit in die Pause.
Benbouali und Gouiri drehen das Spiel
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Algerien den Druck kontinuierlich. Ibrahim Maza prüfte zunächst Jordanien-Schlussmann Jasid Abulaila, ehe die Nordafrikaner ihre Dominanz auch auf die Anzeigetafel brachten.
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Der zur Pause eingewechselte Nadhir Benbouali traf nach einem Eckball per Kopf zum verdienten Ausgleich (69.). Jordanien fand kaum noch Entlastung, Algerien drängte weiter auf den Siegtreffer.
Dieser fiel schließlich acht Minuten vor Schluss. Nach einer weiteren Standardsituation stocherte Amine Gouiri den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der Treffer wurde zunächst auf eine mögliche Abseitsstellung überprüft, hielt der VAR-Kontrolle jedoch stand – 2:1 für Algerien (82.).
Damit feierten die „Wüstenfüchse“ ihren ersten WM-Sieg seit 2014 und hielten die Chance auf das Achtelfinale am Leben.
Direkter Showdown gegen Österreich
Vor dem letzten Spieltag führt Argentinien die WM-Gruppe J mit sechs Punkten an und hat den Aufstieg bereits fixiert. Dahinter liegen Österreich und Algerien mit jeweils drei Zählern, Jordanien ist bereits ausgeschieden.
Für die Mannschaft von Ralf Rangnick bedeutet das eine komfortable Ausgangslage: Aufgrund der besseren Tordifferenz reicht Österreich im direkten Duell gegen Algerien bereits ein Unentschieden, um als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einzuziehen.
Algerien geht hingegen mit der klaren Mission in die Partie, einen Sieg einzufahren. Entsprechend selbstbewusst zeigte sich Teamchef Vladimir Petkovic nach dem Erfolg gegen Jordanien. „Wir haben es verdient, diese Partie zu gewinnen. Der Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen für das nächste Match. Es war wichtig, das Spiel zu gewinnen und weiter im Rennen zu bleiben. Wir haben unser Schicksal in den eigenen Händen.“
Auch Torschütze Amine Gouiri sah eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen Argentinien. „Wir haben ein besseres Spiel gemacht als gegen Argentinien. Wir haben mentale Widerstandskraft gezeigt und werden Schritt für Schritt stärker. Dieses Spiel wird uns sehr guttun.“