Äußerst enttäuschend - Eidgenossen lassen gegen Katar in der Schlussphase Punkte liegen

Äußerst enttäuschend - Eidgenossen lassen gegen Katar in der Schlussphase Punkte liegen

Der vergebene Sieg sei "äußerst bitter. Das ist nicht der Beginn, den wir erhofft hatten. Es ist bedauerlich", äußerte Torwart Kobel: "Nun müssen wir das akzeptieren und damit klarkommen. Vielleicht ist es gut, dass es jetzt im ersten Match passiert ist. Uns fehlten Genauigkeit und Durchschlagskraft. Wir hätten mehr erzwingen müssen."

Breel Embolo brachte die Schweiz per Foulelfmeter (17.) in Front. Der ehemalige Gladbacher, der wegen Visumsschwierigkeiten später zur Mannschaft stieß, zeigte sich von den Wirren der letzten Tage unbeeindruckt und verwandelte den Strafstoß sicher. Aber insgesamt ließ der Favorit zu viele Chancen liegen, Boualem Khoukhi (90.4) bestrafte dies in der Nachspielzeit.

Dabei peilen Xhaka und Co. die "beste WM aller Zeiten" an, die Mannschaft sei "bereit, mental wie körperlich", hatte der frühere Leverkusener zuvor noch betont. Doch das Team von Trainer Murat Yakin tat sich schwer gegen Katar, das sich nach der Gastgeberrolle 2022 erstmals sportlich qualifiziert hatte. Für das nächste Gruppenspiel in der Gruppe B gegen Bosnien-Herzegowina am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) muss sich die Schweiz dringend steigern, um auf Kurs in Richtung K.o.-Phase zu kommen.

Match-Center: Katar vs. Schweiz

In der San Francisco Bay Arena, in der einige Plätze sichtlich unbesetzt blieben, setzte zu Beginn Dan Ndoye die Akzente im Schweizer Angriffsspiel. Katars Torhüter Mahmud Abunada verhinderte zunächst noch einen Rückstand seiner Elf, nur um wenig später selbst dafür verantwortlich zu sein. Bei einem Angriff der Schweizer räumte der Keeper bei seiner Abwehraktion im Strafraum Remo Freuler ab, Schiedsrichter Said Martínez zeigte auf den Punkt.

Chancenfülle für die Schweiz

Die Entscheidung blieb auch nach Konsultation des VAR, der die Szene auf ein mögliches Abseits überprüfte, bestehen. Ex-Gladbacher Embolo trat an und sorgte für die verdiente Schweizer Führung.

Katar beschränkte sich nach mutigen Anfangsminuten hauptsächlich auf die Defensive. BVB-Profi Gregor Kobel musste im Schweizer Tor in der ersten Hälfte nur selten eingreifen, zeigte sich aber unter anderem bei einem Abschluss von Edmilson Junior aus kurzer Distanz sehr aufmerksam (43.). Abunada war hingegen gleich mehrfach gefordert.

Im zweiten Durchgang zeigte sich zunächst das gleiche Bild: Die Schweizer drängten Katar immer wieder tief in die eigene Hälfte, vergaben allerdings weiterhin gute Chancen.