Aberkanntes Tor: DFB bestätigt Fehlentscheidung des Schiedsrichters Welz
Schiedsrichter Tobias Welz hat "in der Dynamik des Spiels im Zweikampf" zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot "einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen", erklärte Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH.
Basierend auf den Fernsehbildern wäre es jedoch "deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben", ergänzte Fritz in seiner Stellungnahme auf Anfrage von SID.
"Frechheit" Ärger in Freiburg
Der nicht anerkannte Treffer nach dem 2:1 (1:1) nach Verlängerung für Stuttgart sorgte für heftige Kritik bei beiden Teams, sogar Deniz Undav als Begünstigter war verwirrt.
"Das ist nie und nimmer ein Foul. Ich wäre als Stürmer ausgerastet", meinte Undav bei Sky: "Glück für uns, Pech für Freiburg." Insgesamt kritisierte Undav den Schiedsrichter scharf. "Er hat das Spiel heute nicht wirklich kontrollieren können. Man kann auch nicht mit ihm reden, er hat dich direkt angeschrien", bemängelte der 29-Jährige und fügte spöttisch hinzu: "Ich mag den eh nicht."
Beim SC Freiburg war die Enttäuschung ebenfalls groß. "Ich weiß nicht, warum man da abpfeifen muss. Das ist ein reguläres Tor", sagte Trainer Julian Schuster in der ARD zur umstrittenen Szene: "Entschuldigung, das ist kein Foul. Das tut weh."
Höler stimmte dem Trainer zu. "Das wegzupfeifen, ist eine Frechheit, das ist niemals ein Foul. Mit dem Schubser muss Chabot nicht zu Boden gehen", erklärte er bei Sky.