Zweimaliges Derby für DFB-Frauen: Stets gegen Österreich
Giulia Gwinn posierte gemeinsam mit Rebecca Knaak. Jule Brand sorgte dafür, dass Lea Schüller herzhaft lachte. Und die Stimmungskanone Linda Dallmann grinste trotz des regnerischen Wetters strahlend.
In bester Stimmung bereiteten sich die deutschen Fußballerinnen auf ihrem Heimatboden auf die kommenden wichtigen Etappen hin zur WM 2027 am Zuckerhut vor. In zwei aufeinanderfolgenden Partien gegen die in der Krise steckenden Österreicherinnen erwartet die DFB-Mannschaft jedoch einen intensiven Kampf.
Vize-Kapitänin Janina Minge spürt echte Derby-Atmosphäre, wenn am Dienstag (18:15 Uhr/ZDF) im Nürnberger Max-Morlock-Stadion der erste Teil gegen die vielen vertrauten Gesichter aus der Bundesliga ansteht. "Ich bin sicher, sie werden alles geben, um uns zu nerven", warnte die Spielerin vom VfL Wolfsburg. Schon am Samstag gibt es ein Wiedersehen in Ried (18:00 Uhr/sportschau.de).
Nach dem 5:0-Sieg über Slowenien und dem 4:0 in Norwegen beim starken Start der Deutschen im März ist das Ziel gegen das noch punktelose Tabellenende der Gruppe A4 eindeutig, zumal die DFB-Elf seit 2024 alle jährlichen Begegnungen für sich entscheiden konnte.
Noch gibt es Verbesserungspotenzial
"Wir möchten beide Matches kontrollieren", unterstrich Chelsea-Talent Sjoeke Nüsken, "um diesen entscheidenden Fortschritt zu erzielen." Da nur die Gruppenersten sich direkt für den Wettbewerb in Brasilien qualifizieren.
Der Schwerpunkt der umfassenden Vorbereitung in Herzogenaurach lag daher auf dem Aufbau des Spiels. "Es kommt darauf an, taktische Ansätze zu entwickeln, Kreativität und Spielverständnis einzubringen", erklärte Nationaltrainer Christian Wück, der bei seiner Auswahl ohne die verletzte Klara Bühl auf neue personelle Kombinationen verzichtete.
Bezüglich der Effizienz hat die Leistungskurve kürzlich zugenommen, doch Potenzial für mehr gibt es weiterhin. "Wir könnten noch mehr Abschlusssituationen erzeugen, den finalen Pass präziser gestalten", meinte Jule Brand von Olympique Lyon, die erneut auf der Zehner-Position agieren und dort eine zentrale Rolle übernehmen könnte.