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Über eine Stunde mit Zehn Mann: Dortmund chancenlos gegen Tottenham

Über eine Stunde mit Zehn Mann: Dortmund chancenlos gegen Tottenham

Statt Jubiläumserfolg eine deutliche Niederlage, statt direkter Route ein längerer Weg ins Achtelfinale: Borussia Dortmund agierte matt und verbrachte mehr als eine Stunde in Unterzahl, was in der Champions League zu einer schmerzhaften 0:2-Pleite bei Tottenham Hotspur führte, und damit ist der Einstieg ins Achtelfinale quasi vertan. Kovacs Truppe verlor am Dienstagabend 0:2 (0:2), für Tottenham trafen Kapitän Christian Romero (14.) und Dominic Solanke mit einem kuriosen Billardtor (37.). Dortmunds Daniel Svensson erhielt nach Videoüberprüfung früh die Rote (24.).

Der 100. Triumph in der Königsklasse und ihrem Vorläufer, dem Europapokal der Landesmeister, hätte den BVB in die Top 8 katapultiert, doch die Niederlage lässt die direkte Weiterqualifikation entschwinden. Kovac und seine Spieler können aber noch die Play-offs selbst gestalten, zum Ende der Ligaphase wartet am 28. Januar der Heimspiel gegen Inter Mailand.

"Das ist ein entscheidendes Duell", betonte Kovac im Vorfeld: "Wir streben den Sieg an, weshalb wir Topform zeigen müssen". Dafür holte der Trainer Stürmer Serhou Guirassy zurück ins Startelf gegen den Europa-League-Champion, doch zunächst machte Tottenhams Offensive mit Ex-Bundesligaprofi Xavi Simons die Partie aufregend. Romero, der argentinische Weltmeister, dankte mit einem Treffer aus kurzer Distanz für die dominante Startphase seines Teams.

Dortmund hatte sich in der Champions League kurz vor Weihnachten selbst Druck gemacht mit einem 2:2-Unentschieden daheim gegen den norwegischen Underdog FK Bodö/Glimt, auch in London kam der BVB nur schleppend ins Spiel. Nach dem Platzverweis für Svensson, bei dem Schiedsrichter Glenn Nyberg zuerst Gelb zeigte, aber nach Videoanalyse des Zweifels auf Rot entschied, wurde es noch schwerer.

Die erste Halbzeit geriet für Dortmund zur Katastrophe: Solanke machte es vor der Pause auf 2:0 für Tottenham auf ungewöhnliche Weise, der Brite prallte vom Ball ab, bugsierte ihn aber irgendwie ins Netz, und der Innenpfosten half nach. In der zweiten Hälfte ging Kovac auf Sicherheit, indem er Emre Can und Julian Ryerson für Guirassy und Julian Brandt einwechselte.

Der BVB bemühte sich danach, hinten stabil zu bleiben. Die Defensive um Nico Schlotterbeck hielt stellenweise stand, während Tottenham den Druck minderte. Schlotterbeck verpasste eine starke Kopfballchance (90.+1), doch Dortmund schaffte es trotz aller Anstrengungen nicht mehr, für echten Nervenkitzel in London zu sorgen.